BASF verzeichnet Gewinnrückgang 2025 – trotz Millionen aus Russland-Deals
BASF verzeichnet Gewinnrückgang 2025 – trotz Millionen aus Russland-Deals
BASF meldet Gewinnrückgang für 2025 – trotz Hunderten Millionen an staatlichen Geldern aus ehemaligen Russland-Geschäften
Der Chemiekonzern BASF verzeichnete für das Jahr 2025 einen Rückgang der Gewinne, obwohl das Unternehmen Hundertmillionen an öffentlichen Mitteln aus seinen früheren Aktivitäten in Russland erhielt. Das operative Ergebnis sank auf 6,6 Milliarden Euro – nach 7,2 Milliarden im Vorjahr –, während auch die Umsätze zurückgingen. Gleichzeitig kamen den Aktionären die staatlich gestützten Entschädigungszahlungen in Form von Dividenden zugute.
Die schwächeren Finanzkennzahlen des Konzerns fallen in eine Phase multipler Herausforderungen: Schrumpfende Gewinnmargen, Währungsschwankungen und ein Überangebot an Grundchemikalien belasteten die Performance. Hinzu kamen die konjunkturelle Abkühlung in Deutschland sowie die hohen Energiepreise am BASF-Standort Ludwigshafen, die zusätzlichen Druck ausübten.
Die öffentlichen Gelder stammen aus staatlichen Garantien, die 2016 unter der Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewährt wurden. Diese Bürgschaften sollten Wintershall Dea, eine BASF-Tochter, bei Investitionen in russische Gasfelder absichern – ein Vorhaben, das damals wirtschaftlich wie diplomatisch sinnvoll erschien. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 wurden die Wintershall-Dea-Assets jedoch faktisch enteignet, woraufhin die Auszahlungen fällig wurden. Allein im dritten Quartal 2025 erhielt BASF 229 Millionen Euro aus diesen Garantien; weitere Zahlungen folgten im vierten Quartal, wobei das Unternehmen die Gesamtsumme nicht offenlegte. Die Entschädigungen flossen anschließend als Teil des Nettoeinkommens an die Aktionäre aus.
Ursprünglich sollten die Bürgschaften die Energiekooperation mit Russland fördern. Doch der Ukraine-Krieg führte zur Enteignung der Wintershall-Dea-Vermögenswerte und zwang die deutsche Regierung, die Jahre zuvor eingegangenen finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.
Die Ergebnisse für 2025 unterstreichen sowohl die finanzielle Belastung von BASF als auch die Auswirkungen geopolitischer Verschiebungen auf das Geschäft. Während das Kerngeschäft mit anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen kämpft, profitiert der Konzern weiterhin von staatlich abgesicherten Mitteln aus den früheren Russland-Engagements – und damit indirekt auch die Aktionäre, die die Zahlungen als Teil der Dividenden aus dem Nettoergebnis erhalten.
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