Apotheker attackiert Ministerin: "Schlag ins Gesicht" trotz Milliarden-Überschuss der Kassen
Apotheker attackiert Ministerin: "Schlag ins Gesicht" trotz Milliarden-Überschuss der Kassen
Ein Apotheker aus Niedersachsen hat Gesundheitsministerin Nina Warken öffentlich wegen eines Überschusses von 3,5 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung kritisiert. Frank-Martin Welzig, Inhaber der Hils-Apotheke in Delligsen, wirft der Politik vor, dass Apotheken maßgeblich zur Entstehung dieser Mittel beigetragen hätten, dafür aber weder Anerkennung noch angemessene Vergütung erhielten. In einem Brief an die Ministerin kommt die wachsende Verärgerung in der Branche zum Ausdruck.
Der Überschuss, den der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Ende 2022 auswies, wurde laut Verband nicht zur Auffüllung der Rücklagen genutzt. Welzig argumentiert, dass Apotheken durch Rabattverträge mit den Kassen entscheidend zu dieser finanziellen Pufferung beigetragen hätten. Gleichzeitig sei ihre feste Vergütung in den vergangenen Jahren real stark gesunken.
Zwischen 2022 und 2025 stiegen die Zahlungen an Apotheken lediglich um 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr – bei einer Inflation von über 5 bis 7 Prozent. Das entspricht einem realen Verlust von etwa 15 bis 20 Prozent, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) berechnet. Die Apotheker fordern nun eine Inflationsanpassung von 8 Prozent, eine Reform des AMNOG-Preisbildungsmodells sowie eine Gesamtsteigerung von 12 Prozent, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Welzig bezeichnete den aktuellen Entwurf für eine Apothekenreform – der keine Erhöhung der Gebühren vorsieht – als "Schlag ins Gesicht" für den Berufsstand. Zudem verwies er auf tägliche Herausforderungen wie die Erklärung von Medikamentenänderungen an Patienten, die den Arbeitsaufwand erhöhten und die Therapietreue gefährdeten. Solche Probleme, so Welzig, schadeten zusätzlich dem Ansehen der Vor-Ort-Apotheken.
Der Streit eskaliert, während Apotheken mit steigenden Kosten und stagnierenden Einnahmen zu kämpfen haben – trotz ihrer Rolle bei Einsparmaßnahmen im Gesundheitswesen. Die Forderungen der ABDA nach höheren Gebühren und Reformen spiegeln die Sorge um die Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Apotheken wider. Ohne Kurskorrektur, warnt Welzig, werde der Druck auf Mitarbeiter und Patientenversorgung weiter zunehmen.
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