Studierendenwerke in Rheinland-Pfalz kämpfen um psychologische Beratungsangebote trotz Landes-Zuschüssen

Theo Schmitz
Theo Schmitz
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Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem weißen Kreis-Logo mit einer blauen Umrandung, das eine neue Regelung zur Stärkung der psychischen Gesundheit abbildet.Theo Schmitz

Grüne fordern mehr psychosoziale Beratung für Studierende - Studierendenwerke in Rheinland-Pfalz kämpfen um psychologische Beratungsangebote trotz Landes-Zuschüssen

Studierendenwerke in Rheinland-Pfalz leiden unter wachsendem finanziellen Druck

Seit der Pandemie sehen sich die Studierendenwerke in Rheinland-Pfalz steigenden finanziellen Belastungen ausgesetzt. Hohe Kosten und sinkende Semesterbeiträge belasten die Haushalte – trotz zusätzlicher Landesmittel, die bisher den Erhalt zentraler Unterstützungsangebote sicherten. Nun fordert die Grünen-Fraktion eine deutliche Aufstockung der Zuschüsse, um psychologische Beratungsangebote für Studierende auszubauen.

Seit Ausbruch von COVID-19 stützen sich die Studierendenwerke in der Region auf Sondermittel des Landes, um die bestehende psychosoziale Beratung aufrechtzuerhalten. Das meiste Geld floss jedoch in die Vermeidung von Kürzungen statt in einen großflächigen Ausbau. In Trier etwa wurde eine zusätzliche Sozialarbeiterin eingestellt, während das Studierendenwerk Vorderpfalz ein neues Gruppenangebot einführte. Die Wartezeiten für Beratungen verkürzten sich und blieben in den vergangenen zwei Jahren stabil.

Das Studierendenwerk Kaiserslautern nutzte die Mittel, um die Angebote zu stabilisieren und Kapazitätskürzungen zu vermeiden. In Koblenz kamen vermehrt Veranstaltungen hinzu, und in Mainz ermöglichte die zusätzliche Förderung mehr Studierenden den Zugang zu Unterstützung. Das Landesministerium wies jedoch darauf hin, dass die Teilnahme an nicht studienrelevanten Beratungsangeboten gering bleibt – es sei denn, Studierende erhalten für die Teilnahme Leistungspunkte.

Lea Heidbreder, hochschulpolitische Sprecherin der Grünen, betonte die angespannte finanzielle Lage der Studierendenwerke. Steigende Lebensmittel- und Energiekosten sowie sinkende Einnahmen aus Semesterbeiträgen erschweren die Finanzierung essenzieller Dienstleistungen. Der Haushalt 2025/26 sieht zwar jährlich 450.000 Euro für psychosoziale Beratung vor – doch Heidbreder hält diesen Betrag für unzureichend. Ohne eine spürbare Erhöhung der Zuschüsse, warnt sie, bleibe ein substantieller Ausbau der psychologischen Unterstützung unmöglich.

Die Grünen bestehen weiterhin auf höhere Landesmittel, um die Beratungsangebote für Studierende zu stärken. Zwar haben die aktuellen Zuschüsse zur Stabilität beigetragen, doch die Werke kämpfen weiterhin mit steigenden Ausgaben und schrumpfenden Beitragseinnahmen. Die Debatte über eine langfristige Finanzierung und den Ausbau der Programme wird voraussichtlich in den kommenden Monaten anhalten.

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