Mainz feiert den Internationalen Frauentag mit Protesten, Kultur und Forderungen nach Gleichberechtigung
Mainz feiert den Internationalen Frauentag mit Protesten, Kultur und Forderungen nach Gleichberechtigung
Mainz bereitet sich mit einer Aktionswoche zum Internationalen Frauentag vor – mit Demonstrationen, Ausstellungen und Diskussionen in der ganzen Stadt. Oberbürgermeister Nino Haase bezeichnete den Tag als "mächtige Erinnerung an den anhaltenden Kampf um Gleichberechtigung" und betonte, dass Fortschritt ohne beharrliches Engagement nicht möglich sei. Von kreativen Protesten bis hin zu kulturellen Veranstaltungen rücken Organisationen und Aktivistinnen Frauenrechte, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt.
Die Wurzeln des Internationalen Frauentags reichen bis ins Jahr 1857 zurück, als Textilarbeiterinnen in New York für bessere Arbeitsbedingungen und gleiche Rechte demonstrierten. Über ein Jahrhundert später bleibt der Tag ein zentraler Punkt für politische Forderungen und Reflexion.
In diesem Jahr veranstaltet das Bündnis "Mach's wie …" am 8. März eine Kundgebung am Theaterplatz, die sich mit dem Leben von Ettie Gingold beschäftigt. Zwei Tage später, am 9. März, führt das Daughters' Collective eine weitere Demonstration am Gutenbergplatz durch – als Teil des bundesweiten Frauenstreiks 2026, der Gleichberechtigung und Anerkennung für bezahlte wie unbezahlte Frauenarbeit fordert. Konkrete Aktionen des Streiks stehen zwar noch nicht fest, doch Planungen für Arbeitsniederlegungen und kreative Protestformen laufen bereits. Beteiligt sind feministische Gruppen sowie die Gewerkschaft ver.di.
Neben politischen Aktionen widmen sich kulturelle Veranstaltungen auf unterschiedliche Weise Geschlechterfragen. Am 6. März liest die Autorin Katharina Linnepe im Kulturei aus ihrem satirischen Buch "Wenn das Patriarchat in Therapie geht" und nutzt dabei Humor, um gesellschaftliche Normen zu hinterfragen. Parallel zeigt der Landtag bis zum 1. April eine Ausstellung zu Cornelia Kandlers grafischem Roman "Kokarden, Kanonen und das Gemeinwohl: Anna und die Mainzer Republik"*.
Die SPD trägt mit einer Matinee am 8. März im Unterhaus bei: Die ehemalige Ministerpräsidentin Malu Dreyer diskutiert unter dem Titel "Warum Engagement heute zählt" über aktuelle Herausforderungen. Am 11. März präsentiert das Ciné Mayence Kurzfilme französischer Regisseurinnen, die sich mit weiblicher Selbstbestimmung, Familiendynamiken und ökologischen Zukunftsvisionen beschäftigen – gefolgt von einem Gespräch mit den Filmemacherinnen.
Die Stadt ruft Bürgerinnen und Bürger auf, sich unter dem Hashtag #WomenEmpowerMAINZ online an der Debatte zu beteiligen.
Das Mainzer Programm verbindet Aktivismus mit kultureller Teilhabe und unterstreicht damit die klare Haltung der Stadt gegen geschlechtsspezifische Benachteiligung. Mit Protesten, Lesungen, Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen soll das Thema Gleichberechtigung im gesellschaftlichen Dialog verankert bleiben. Der anstehende Frauenstreik 2026 am 9. März wird die Forderungen nach strukturellem Wandel zusätzlich verstärken.
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