Warum Ruhm das Leben verkürzt – und der „27er-Club“ kein Zufall ist

Warum Ruhm das Leben verkürzt – und der „27er-Club“ kein Zufall ist
Der Mythos des "27er-Clubs" fasziniert die Öffentlichkeit seit langem – eine schicksalhafte Verbindung berühmter Persönlichkeiten, die mit oder nahe dem Alter von 27 Jahren starben. Namen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Amy Winehouse stehen sinnbildlich für dieses tragische Muster. Nun deutet eine neue Studie darauf hin, dass Ruhm selbst das Leben verkürzen kann – manchmal um Jahre.
Eine aktuelle Untersuchung der Universität Witten/Herdecke analysierte über 4.700 bekannte Persönlichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter Nobelpreisträger, Künstler, Sportler und Politiker. Das Ergebnis: Menschen mit hoher Medienpräsenz lebten im Schnitt deutlich kürzer als ihre weniger prominenten Zeitgenossen.
Besonders betroffen waren Musiker – sie starben im Durchschnitt etwa 4,6 Jahre früher. Die Studie zeigte zudem, dass Performern ein um 33 Prozent höheres Risiko droht, vorzeitig zu sterben, verglichen mit Nicht-Prominenten. Insgesamt war Ruhm mit einer um 20 bis 30 Prozent verringerten Lebenserwartung verbunden. Der "27er-Club" bleibt ein eindrucksvolles Beispiel für diesen Trend: Seine sechs bekanntesten Mitglieder – Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse – starben alle mit 27 und unterstreichen so die These, dass extremer Ruhm tödliche Risiken bergen kann.
Die Forschungsergebnisse belegen einen klaren Zusammenhang zwischen Berühmtheit und verkürzter Lebensspanne. Vor allem hochkarätige Persönlichkeiten aus der Musikbranche tragen ein höheres Sterberisiko als der Durchschnitt der Bevölkerung. Die Daten untermauern damit die lange gehegte Annahme, dass der Druck des Ruhms fatale Folgen haben kann.

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