Jörg Wagner verlässt das RBB-Medienmagazin – und eine Ära endet

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Eine Konferenzszene mit Sitzplätzen und einer Bühne, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und Eigentümern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Jörg Wagner verlässt das RBB-Medienmagazin – und eine Ära endet

Langjähriges Medienformat beim RBB vor großen Veränderungen: Veteran-Moderator geht in Rente

Ein langjähriges Medienformat des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) steht vor einem tiefgreifenden Wandel, nachdem sein langjähriger Moderator die Sendung verlassen hat. Jörg Wagner, der das Medienmagazin fast drei Jahrzehnte lang prägte, wurde vom Sender in den Ruhestand gedrängt. Seine letzte Folge lief kurz vor der Übernahme durch eine neue Moderatorin – und markiert damit das Ende einer Ära.

Der Wechsel fällt zusammen mit dem Start von Wagners neuem Podcast Medienhölle, der künftig einer strengeren redaktionellen Kontrolle durch die RBB-Führung unterliegen wird.

Jörg Wagners letzte Ausgabe des Medienmagazins fand nicht wie sonst im Büro des Intendanten, sondern auf der Dachterrasse des RBB-Medienhauses statt. Zu Gast waren Kollegen vom Sender radioeins, von denen viele ebenfalls altersbedingt in den Ruhestand verabschiedet wurden. Auffällig abwesend blieben die RBB-Spitze – mit Ausnahme von Kommunikationschef Justus Demmer. Auch der ehemalige Chefredakteur David Biesinger ließ sich nicht blicken.

Am 10. Januar 2026 übernahm Teresa Sickert die Moderation des Medienmagazins von Wagner. Die Sendung wird künftig seltener und ohne Live-Ausstrahlungen produziert – eine Änderung, die mit Sickerts familienfreundlichen Arbeitszeiten begründet wird. Wagners neuer Podcast Medienhölle, den er gemeinsam mit Philipp Nitzsche gestaltet, wird zwar weiterhin medienkritische Themen behandeln, steht aber unter schärferer Aufsicht: Ulrike Demmer, die redaktionelle Leiterin des RBB, muss jede Folge vorab genehmigen.

Die erste Folge von Medienhölle erscheint am selben Tag, an dem das Medienmagazin zum ersten Mal in seiner Geschichte nicht gesendet wird. Dieser zeitliche Zusammenfall unterstreicht den Übergang von Wagners langjähriger Radiosendung zu seinem unabhängigen Projekt – wenn auch weiterhin unter der Kontrolle des RBB.

Mit Wagners Abschied endet eine 30-jährige Ära beim Medienmagazin, während sein neuer Podcast unter verschärften redaktionellen Vorgaben startet. Die reduzierte Sendehäufigkeit des Medienmagazins spiegelt größere Umbrüche beim RBB wider: Weniger Live-Formate und ein Führungswechsel prägen die Zukunft des Senders. Die Entscheidungen der Rundfunkanstalt werden sowohl das Schicksal des traditionsreichen Formats als auch Wagners neues Projekt maßgeblich beeinflussen.

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