Bauern protestieren gegen Mercosur-Abkommen vor CDU-Klausur in Mainz

Bauern kündigen Demo vor dem CDU-Konferenzgebäude an - Bauern protestieren gegen Mercosur-Abkommen vor CDU-Klausur in Mainz
Landwirte wollen diese Woche vor der Klausurtagung der CDU in Mainz protestieren. Rund 100 Demonstranten, viele von ihnen mit Traktoren angereist, werden sich gegen das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen aussprechen. Die von der Landvolk-Schleswig-Holstein (LSV) organisierte Kundgebung fordert ein Gespräch mit Parteichef Friedrich Merz, um agrarpolitische Bedenken zu thematisieren.
Im Fokus der Proteste steht das seit langem verhandelte EU-Mercosur-Abkommen, das nach 25 Jahren Verhandlungen noch immer nicht unterzeichnet ist. Sollte es in Kraft treten, entstünde die größte Freihandelszone der Welt mit über 700 Millionen Menschen. Landwirte befürchten, dass das Abkommen ihre Existenz bedroht, da sie mit Produzenten konkurrieren müssten, die niedrigere Standards einhalten.
Thilo Ruzycki, Landesvorsitzender des LSV, warnte, dass deutsche Landwirte unter solchen Bedingungen nicht wettbewerbsfähig seien. Er hat offiziell um einen Dialog mit Merz gebeten, um die Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft zu erörtern. Die Kritik reiht sich in frühere Einwände der Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein, vertreten durch Jan Königshausen, der auf weitere Bedenken gegenüber dem Abkommen hinwies.
Währenddessen wird sich die CDU-Klausur in Mainz auf die Belebung der schwächelnden deutschen Wirtschaft konzentrieren. Der Protest vor der Tür unterstreicht den wachsenden Druck auf die Partei, ihre Handelspolitik im Hinblick auf ländliche Branchen zu überdenken.
Die Demonstration spiegelt die tiefen Sorgen der Landwirte über die möglichen Folgen des Mercosur-Deals wider. Da das Abkommen noch nicht beschlossen ist, sieht sich die CDU nun mit direkten Forderungen konfrontiert, ihre Position zu überprüfen. Das Ergebnis der Tagung – und eine mögliche Reaktion von Merz – könnte die künftigen Debatten über Handel und Agrarpolitik prägen.

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