Sparkassen zahlen Millionen für Bargeld-Sicherheit – doch wer profitiert wirklich?

Admin User
2 Min.
Ein Geldautomat steht vor einer Wand neben einem Pfahl.

Weniger gesprengte Geldautomaten - Sparkassen tragen die Kosten - Sparkassen zahlen Millionen für Bargeld-Sicherheit – doch wer profitiert wirklich?

Bargeld bleibt in Deutschland ein Grundpfeiler des Alltags – noch immer werden mehr als die Hälfte aller Transaktionen mit Banknoten und Münzen abgewickelt. Doch die Gewährleistung des Zugang zu Bargeld wird für die Sparkassen immer teurer, insbesondere in Rheinland-Pfalz, wo Sicherheitsmaßnahmen Millionen an Zusatzkosten verursachen.

Allein im vergangenen Jahr gaben die Sparkassen der Region 12,5 Millionen Euro extra aus, um rund 1.000 Geldautomaten zu schützen. Der Grund: eine Zunahme von Angriffen, die die Institute vor ein Dilemma stellte. Ungeschützte Automaten waren Diebstählen ausgesetzt, ihre Schließung löste jedoch öffentliche Verärgerung aus. Um das Problem zu lösen, unterzeichneten Polizei und Banken im Frühjahr 2023 eine Zusammenarbeitsvereinbarung, um Risiken zu bewerten und die Abwehrkräfte zu stärken.

Zu den Sicherheitsaufrüstungen gehören nun Farbmarkierungssysteme und Nebelanlagen, die Kriminelle abschrecken, indem sie gestohlenes Geld unbrauchbar machen. Die Maßnahmen führten zu einem deutlichen Rückgang von Sprengstoffanschlägen auf Geldautomaten – ein Erfolg, der jedoch seinen Preis hat. Anders als die Sparkassen entgehen sogenannte „Rosinenpicker“-Banken, die kaum oder keine eigenen Automaten betreiben, diesen Sicherheitskosten vollständig. Trotz der finanziellen Belastung setzen die Sparkassen weiterhin auf die Bargeldversorgung, besonders in ländlichen und unterversorgten Gebieten. Ihr Engagement stellt sicher, dass die Menschen selbst bei Störungen wie dem jüngsten Stromausfall in Berlin weiterhin Geld abheben können.

Der Rückgang der Angriffe auf Geldautomaten ist ein Fortschritt, doch die Last trägt vor allem der Sparkassensektor. Da Bargeld nach wie vor das Zahlungsmittel der Wahl ist, bleiben diese Institute für den Erhalt eines Netzes verantwortlich, von dem viele profitieren – ohne sich an den Kosten zu beteiligen.

Neueste Nachrichten
Eine Kirche ist prominent in der Mitte des Bildes zu sehen.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Bistum Osnabrück geht gegen Missbrauch in der evangelischen Kirche vor

Opfer von Missbrauch erhalten endlich Gehör – doch kann die Kirche ihr Vertrauen zurückgewinnen? Neue Gremien und Schutzkonzepte sollen Taten aufklären und künftige Fälle verhindern.

Ein Geldautomat steht vor einer Wand neben einem Pfahl.
Daten- und Cloud-Computing 2 Min.

Sparkassen zahlen Millionen für Bargeld-Sicherheit – doch wer profitiert wirklich?

Diebstähle, Sprengstoffanschläge, Nebelanlagen: Der Kampf um sicheres Bargeld kostet die Sparkassen Millionen. Doch nicht alle Banken tragen die Last mit. Wer zahlt die Rechnung?

Ein Collage mit mehreren Fotos einer Gruppe von Kindern, begleitet von Text.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Marienkindergarten in Sachsen-Anhalt holt Bundespreis für innovative Pädagogik

Ein kleiner Kindergarten zeigt, wie frühe Bildung gelingt: mit Leidenschaft, Inklusion und einem Preis, der Sachsen-Anhalt in den Fokus rückt. Doch die Branche kämpft mit Bürokratie und Geldmangel.

Ein weißer Polizeiwagen steht im Vordergrund mit vielen Autos, die sich auf der Straße dahinter bewegen, umgeben von Gras und Bäumen auf beiden Seiten.
Kriminalität und Justiz 1 Min.

Exklusiver Blick hinter die Kulissen: Polizei Berlin lädt zum Informationsabend ein

Wie arbeitet die Berliner Polizei wirklich? Beim exklusiven Informationsabend am 27. März 2025 können Sie es selbst erleben – mit Live-Vorführungen und spannenden Einblicken. Anmeldung bis 20. März!

Fußballspieler auf einem Feld mit einer großen Menge im Hintergrund.
Champions League 1 Min.

Dynamo-Dresden-Fan meldet Raub seines Vereins-Schals nach 2 Jahren bei der Polizei

Ein gestohlener Schal, ein langer Schweigen: Warum ein Dynamo-Fan den Raub erst jetzt anzeigt. Die Polizei dankt der Öffentlichkeit für entscheidende Hinweise.