19 April 2026, 06:16

Parkuhren-Skandal in Kempten: Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro gestohlen haben

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kostet Familien monatlich Hunderte von Dollar.

Parkuhren-Skandal in Kempten: Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro gestohlen haben

In Kempten hat ein Prozess gegen einen 40-jährigen städtischen Mitarbeiter und seine 38-jährige Ehefrau begonnen. Das Paar wird beschuldigt, über mehr als zehn Jahre hinweg fast 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen zu haben. Ihr Betrug flog erst auf, nachdem eine Bank im vergangenen November ungewöhnliche Kontobewegungen festgestellt hatte.

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Der Mann arbeitete im Parkservice der Stadt und soll seine Position jahrelang ausgenutzt haben. Er entleerte wiederholt die Parkuhren, ohne dass dies auffiel, und behielt das Bargeld ein. Seine Frau unterstützte ihn angeblich, indem sie das Geld auf verschiedene Konten einzahlte oder in Gutscheine umwandelte.

Erst im November 2025 wurden die Machenschaften des Paares entdeckt, als die Bank verdächtige Transaktionen meldete. Die Behörden nahmen die beiden daraufhin fest; seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. Als Reaktion auf den Skandal ließ die Stadtverwaltung Kempten alle Schlösser der Parkuhren austauschen und übertrug die Wartungsaufgaben an ein externes Unternehmen.

Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Rückerstattung der gestohlenen Gelder. Während die Ermittler das Ausmaß der Veruntreuung aufklären, geht der Prozess weiter. Der Fall hat langjährige Schwachstellen im Parkgebührensystem von Kempten offenbart. Um weitere Diebstähle zu verhindern, wurden neue Sicherheitsvorkehrungen eingeführt. Nun muss das Gericht entscheiden, ob die Angeklagten die gesamten 1,9 Millionen Euro zurückzahlen müssen.

Quelle