Kleinbäuer:innen fordern mehr Klimagelder für globale Ernährungssicherheit
Anna SchmittKleinbäuer:innen fordern mehr Klimagelder für globale Ernährungssicherheit
Bäuerliche Vertreter aus ganz Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifikraum trafen sich in Bonn im Rahmen der Tagungen der Nebenorgane der UN-Klimarahmenkonvention. Sie vertreten 95 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und forderten eine stärkere Unterstützung im globalen Klimaschutz. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach besserem Zugang zu Klimafinanzierung für kleinbäuerliche Betriebe.
Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota schilderten die Herausforderungen, mit denen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aufgrund von Klimafolgen und steigenden Produktionskosten konfrontiert sind. Sie betonten, dass derzeit nur ein winziger Bruchteil der Klimagelder diese Gruppe direkt erreicht.
Das Bündnis Family Farmers for Climate Action schlug einen neuen Resilienz- und Ermächtigungsfonds für Bäuerinnen und Bauern vor. Dieser Fonds würde Mittel direkt an Bauernorganisationen weiterleiten, um Ernährungssysteme zu stärken und Klimaziele zu erfüllen. Familienbetriebe, die mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien produzieren, spielen eine entscheidende Rolle für die Sicherung ländlicher Existenzgrundlagen.
Die Forest and Farm Facility fördert bereits lokal geführte Initiativen, die Lebensgrundlagen verbessern, Böden wiederherstellen und die Klimaresilienz stärken. Bauerngesteuerte Methoden wie agroökologische Praktiken wurden als wirksame Wege hervorgehoben, um Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und die Artenvielfalt zu schützen.
Klimaschocks in landwirtschaftlichen Gemeinden können Nahrungsmittelpreise und globale Märkte destabilisieren. Bäuerinnen und Bauern in den Mittelpunkt des Klimaschutzes zu stellen, ist entscheidend für die Ernährungssicherheit und nachhaltige Landschaften. Ein besserer Zugang zu Finanzmitteln würde Kleinbauern helfen, sich anzupassen und zu den übergeordneten Klimazielen beizutragen.
