Hamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburg bricht Kreuzfahrt-Rekorde und setzt auf grüne Infrastruktur
Hamburg hat seine Position als führender deutscher Kreuzfahrthafen weiter gefestigt – mit Rekordpassagierzahlen und schnelleren Fortschritten bei der grünen Infrastruktur als erwartet. Im Jahr 2023 begrüßte der Hafen 1,4 Millionen Reisende, 100.000 mehr als im Vorjahr, und baute gleichzeitig die Landstromversorgung aus, um die Emissionen liegender Schiffe zu reduzieren.
Im vergangenen Jahr liefen 295 Kreuzfahrtschiffe die drei Hamburger Terminals an, darunter 46 verschiedene Schiffe. Drei davon unternahmen ihre Jungfernfahrt und besuchten die Stadt erstmals. Zudem stieg die Zahl der Übernachtungen: 38 Prozent der Passagiere verlängerten ihren Aufenthalt um mindestens eine Nacht und gaben im Schnitt 133,59 Euro vor Ort aus.
Die Nutzung von Landstrom nahm 2023 deutlich zu – 71 Prozent der berechtigten Schiffe schlossen sich ans Stromnetz an und schalteten ihre Motoren ab. Bis 2024 werden alle drei Terminals diese Möglichkeit bieten und damit EU-Umweltvorgaben vier Jahre früher als vorgeschrieben erfüllen. Für dieses Jahr erwartet die Stadt 331 Schiffsanläufe, dazu 47 Flusskreuzfahrtbesuche und acht Erstanläufe neuer Schiffe.
Die Umweltorganisation NABU setzt sich seit 2011 für sauberere Kreuzfahrtbetriebe ein und fordert geringere CO₂-Emissionen. Zwar stellt der Ausbau der Landstromversorgung in Hamburg einen Fortschritt dar, doch der NABU beobachtet die Branche weiterhin kritisch und drängt auf eine weitere Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Hamburgs Kreuzfahrtsektor wächst – sowohl bei den Passagierzahlen als auch bei der grünen Infrastruktur. Die frühzeitige Einführung von Landstrom und die steigenden Ausgaben der Besucher unterstreichen die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung des Standorts. Durch die anhaltende Überwachung des NABU bleibt der Druck auf die Branche bestehen, nachhaltigere Praktiken umzusetzen.






