Falkenbergs Austritt gefährdet Brandenburgs letzte Amtsgemeinde Elbe-Elster

Admin User
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Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Masten, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Minister mahnt Gemeinden zu mehr freiwilligen Fusionen - Falkenbergs Austritt gefährdet Brandenburgs letzte Amtsgemeinde Elbe-Elster

Brandenburgs einzige Amtsgemeinde steht vor Veränderungen, nachdem Falkenberg/Elster beschlossen hat, Ende 2025 auszutreten. Das 2019 eingeführte Modell, das kleinen Städten helfen sollte, Ressourcen zu bündeln, hat nun eine ungewisse Zukunft. Innenminister Michael Wilke betont jedoch, dass dieser Austritt nicht das Scheitern des Ansatzes bedeute.

Die Amtsgemeinde Elbe-Elster war 2019 entstanden, als sich vier Städte – Mühlberg, Bad Liebenwerda, Falkenberg/Elster und Uebigau-Wahrenbrück – zusammenschlossen, um Kosten zu sparen. Bis zum Herbst 2025 hat Falkenberg/Elster nun für den Austritt gestimmt und hinterlässt die verbleibenden Mitglieder in Unsicherheit.

Wilke, der bis Mitte 2025 Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) war, schließt eine weitere groß angelegte Gebietsreform wie 2003 aus. Damals war die Zahl der brandenburgischen Gemeinden von 1.479 auf nur noch 422 reduziert worden. Stattdessen setzt er auf freiwillige Fusionen, gemeinsame Dienstleistungen oder neue Amtsgemeinden. Der Minister warnte zudem, dass viele Kommunalverwaltungen Schwierigkeiten hätten, zehn Prozent ihrer Stellen zu besetzen. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die letzte große Gebietsreform in Brandenburg bereits über zwei Jahrzehnte zurückliegt.

Mit Falkenbergs Austritt verliert die Amtsgemeinde an Mitgliedern, doch Wilke bleibt vom Modell überzeugt. Er stellte klar, dass es keine Zwangsfusionen geben werde. Vorerst müssen sich die Städte auf freiwillige Zusammenarbeit verlassen, um Personalmangel und finanzielle Herausforderungen zu bewältigen.