18 March 2026, 00:22

Bundeswehr-Sender Radio Anderach plant Ausstrahlung bis nach Litauen für stationierte Truppen

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das Soldaten in Helmen zeigt, die Waffen halten, mit dem Text "Wiener Kommmerzial Bank" unten.

Bundeswehr-Sender Radio Anderach plant Ausstrahlung bis nach Litauen für stationierte Truppen

Bundeswehr-Rundfunksender Radio Anderach könnte bald bis nach Litauen senden

Der Soldatensender der Bundeswehr, Radio Anderach, könnte seinen Empfangsbereich bald bis nach Litauen ausweiten. Dies folgt auf die Stationierung der 45. Panzerbrigade im Rahmen der verstärkten NATO-Präsenz im Baltikum. Der Sender, der einst Truppen in Afghanistan mit Nachrichten, Musik und persönlichen Botschaften versorgte, will nun auch im Ausland stationierte Soldaten unterstützen.

Gleichzeitig laufen Pläne, die Rundfunktechnik der Bundeswehr zu modernisieren – darunter der Umstieg auf das digitale Radio DAB+.

Radio Anderach ist seit langem eine wichtige Verbindung für deutsche Soldaten im Auslandseinsatz. Bis Mai 2021 sendete der Sender mit einem kleinen vierköpfigen Team aus Afghanistan. Das Programm bot eine Mischung aus Nachrichten, Unterhaltung und persönlichen Grüßen, um die Truppen mit der Heimat zu verbinden.

Nun, da ab Mitte 2026 rund 2.000 Soldaten der 45. Panzerbrigade in Litauen stationiert sein werden, könnte der Sender seine Ausstrahlung dorthin ausdehnen. Die Brigade umfasst insgesamt etwa 2.800 Soldaten, von denen bereits rund 1.800 in diesem Jahr in Litauen eingetroffen sind. Wie viele zivile Mitarbeiter vor Ort tätig sein werden, ist noch unklar – Schätzungen gehen jedoch von bis zu 200 Personen aus.

Die Bundeswehr rüstet ihre Sendeanlagen auf, um eine bessere Reichweite und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Neue mobile Sender mit 25 Meter hohen Antennenmasten sollen sowohl UKW- als auch DAB+-Signale übertragen. Die Systeme können UKW mit bis zu 5 kW und DAB+ mit bis zu 10 kW Leistung ausstrahlen. Im Krisenfall ließe sich die Technik auch im Inland einsetzen, falls wichtige Sendetürme ausfallen.

Die Inhalte des Programms werden von den Truppen für Operative Information produziert und sowohl auf die lokale Bevölkerung als auch auf die stationierten Soldaten zugeschnitten. Die Modernisierung unterstreicht das Bestreben der Bundeswehr, klare Kommunikationswege zu erhalten – sei es in internationalen Missionen oder bei möglichen Krisen im Inland.

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Die Ausweitung von Radio Anderach nach Litauen wäre ein weiterer Schritt, um deutsche Streitkräfte im Ausland zu unterstützen. Mit moderner DAB+-Technologie und leistungsstarken mobilen Sendern will der Sender die Truppen informiert und verbunden halten. Gleichzeitig stellt die Bundeswehr sicher, dass sie bei Störungen der heimischen Rundfunkinfrastruktur schnell reagieren kann.

Quelle