Bergische Kommunen stärken Zusammenarbeit für selbstbestimmtes Leben im Alter
Theo SchmitzBergische Kommunen stärken Zusammenarbeit für selbstbestimmtes Leben im Alter
Vertreter aus fünf bergischen Kommunen trafen sich kürzlich, um gemeinsame Herausforderungen bei der Unterstützung älterer Bürgerinnen und Bürger zu erörtern. Im Mittelpunkt des Treffens standen Barrierefreiheit, digitale Teilhabe und Möglichkeiten, ein selbstständiges Leben im Alter zu fördern. Alle Beteiligten einigten sich darauf, die Zusammenarbeit im Rahmen des Netzwerks Bergische Runde fortzusetzen.
Der nächste Bergische Seniorentag findet im April 2028 in Wuppertal statt und steht unter dem Motto "Prävention". Jürgen Axel Seeh wurde mit der Organisation der Veranstaltung in der Stadt beauftragt.
Abgeordnete aus Radevormwald, Mettmann, Haan, Remscheid und Solingen stellten aktuelle lokale Initiativen für Senioren vor. Viele berichteten von ähnlichen Problemen, insbesondere bei der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und bei Bezahlsystemen. Die Gruppe betonte zudem die Bedeutung von Seniorenbeiräten als Bindeglied zwischen Behörden und Bürgern.
In der Diskussion ging es um Wege, Unterstützungsnetzwerke auszubauen und älteren Menschen ein längeres, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Als Beispiele wurden Projekte aus anderen Regionen vorgestellt, darunter die Leipziger Aktionswoche "Eingeloggt!", bei der Bibliotheken, Verkehrsbetriebe und Seniorenzentren kostenlose Kurse zu Online-Buchungen, digitalem Gedächtnistraining und dem Erkennen von Falschmeldungen anboten. In Kaiserslautern veranstalteten Ehrenamtliche am 7. April 2026 im Bürgerbüro Grübentälchen eine "Digitale Hilfe"-Sprechstunde zu Smartphones und Tablets. Der Friedrichsdorfer Seniorenbeirat lud am 1. April 2026 zu einem Vortrag über den Einsatz von KI, Smart-Home-Technologien und Wearables ein, um die Selbstständigkeit im Alltag zu stärken.
Unterdessen führt Radevormwald eine umfangreiche Befragung unter rund 3.000 älteren Einwohnern durch, um deren Bedürfnisse besser zu verstehen. Das nächste Treffen der Bergischen Runde ist für den 21. Mai 2026 geplant, wo die weitere Zusammenarbeit konkretisiert werden soll.
Die Kommunen verpflichteten sich, ihre gemeinsame Arbeit fortzusetzen und sich über die Bergische Runde weiter auszutauschen. Der Wuppertaler Seniorentag 2028 wird diese Diskussionen aufgreifen und sich auf präventive Maßnahmen für ältere Menschen konzentrieren. Die Organisatoren wollen sicherstellen, dass die Veranstaltung praktische Themen behandelt – von digitalem Zugang bis hin zur Alltagskompetenz.






