Tankrabatt endet: Warum die Spritpreise jetzt wieder steigen könnten
Spritpreise in Deutschland stabilisieren sich nach starkem Anstieg zu Jahresbeginn
Die vorübergehende Senkung der Kraftstoffsteuer, bekannt als Tankrabatt, läuft planmäßig Ende Juni aus. Bundesenergieminister Prof. Dr. Armin Willingmann verteidigt die Entscheidung, die Subvention zu beenden.
Während der Eskalation im Iran-Konflikt waren die Spritpreise kurzzeitig auf bis zu 2,50 Euro pro Liter geklettert. Als Reaktion senkte die Bundesregierung die Energiesteuer auf Benzin und Diesel für Mai und Juni um 17 Cent pro Liter, um die Belastung für Autofahrer angesichts steigender Kosten zu mildern.
Willingmann begründete das Auslaufen der Förderung und begrüßte zugleich die geplanten Reformen der Einkommensteuer durch die Bundesregierung, die Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen entlasten sollen. Gleichzeitig forderte er weitere Maßnahmen, darunter eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, um einkommensschwache Haushalte zu unterstützen.
Kritik übte der Minister daran, dass die Regierung im Zuge der Krise keine schärferen Sonderabgaben auf die Übergewinne großer Ölkonzerne verhängt habe. Eine Verlängerung des Tankrabatts wurde inzwischen ausgeschlossen. Aktuell liegt der Durchschnittspreis für Superbenzin in Sachsen-Anhalt bei etwa 1,80 Euro pro Liter, Diesel kostet rund 1,70 Euro.
Der Tankrabatt endet wie vorgesehen am 30. Juni. Willingmann setzt sich weiterhin für zusätzliche Hilfen für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen ein. Zwar könnten die Steuerreformen der Regierung eine gewisse Entlastung bringen, weitere Spritpreissubventionen sind jedoch nicht geplant.






