15 March 2026, 04:13

Steffi: Die DDR-Kultpuppe, die Barbie herausforderte und heute Sammler begeistert

Ein gerahmtes Plakat zum 70. Jahrestag des Kaiser-Huldigungsfests in Berlin, Deutschland, das eine Gruppe von Menschen in der Mitte zeigt, umgeben von Text und Zahlen.

Modepuppe Steffi: Die Barbie des Sozialismus wird 60 - Steffi: Die DDR-Kultpuppe, die Barbie herausforderte und heute Sammler begeistert

1966 brachte die DDR Steffi auf den Markt – eine Modepuppe, die es mit Barbie und Petra aufnehmen sollte. Entworfen von Margot Schmied, fiel die Puppe durch ihr erwachseneres Aussehen und ihren markanten Stil auf. Ursprünglich für 16 Mark der DDR angeboten, entwickelte sie sich trotz des Preises schnell zu einem begehrten Sammlerstück.

Hergestellt wurde Steffi in der VEB Puppenfabrik Biggi in Waltershausen, Thüringen. Ihr Name ging auf Schmieds eigene Tochter zurück und verlieh ihr eine persönliche Note. Im Gegensatz zu Barbie präsentierte sich Steffi mit einem damenhaften Auftreten, auffälligem Make-up und einer voluminösen Hochsteckfrisur.

Die Garderobe der Puppe umfasste modische, alltagstaugliche Outfits, darunter auch Uniformen, die an die Flugbegleiterinnen der Interflug erinnerten. Frühere Versionen gab es zudem in verschiedenen Hauttönen – Jahre vor der offiziellen "Black Barbie". Neben dem Inlandsverkauf wurde Steffi exportiert und an ausländische Würdenträger verschenkt, was der DDR wertvolle Devisen einbrachte.

Heute erzielen vintage Steffi-Puppen je nach Zustand und Originalzubehör Preise zwischen 20 und 200 Euro. Die moderne Steffi LOVE der Simba-Dickie-Gruppe hat jedoch keine Verbindung zum DDR-Original.

Steffi bleibt ein sammelwürdiges Stück DDR-Geschichte, geschätzt für ihr einzigartiges Design und ihre kulturelle Bedeutung. Die Puppe lebt in Sammlerkreisen weiter, wo Originalmodelle noch immer gehandelt werden. Ihre Produktion und ihr Export spiegeln zudem die Wirtschaftsstrategien der damaligen Zeit wider.

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