19 March 2026, 16:19

Sonderurlaub für Beamte spaltet Rheinland-Pfalz vor der Landtagswahl

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte, ├ťberschrift "Semanario Rep├║blicano Democr├ítico Federal", mit dem Wort "Diskussion" und leichten Knitterfalten.

Dies ist, worum es bei der Diskussion über Sonderurlaub geht - Sonderurlaub für Beamte spaltet Rheinland-Pfalz vor der Landtagswahl

Ein Streit über Sonderurlaub für Beamte ist zu einem zentralen Thema im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz geworden. Die Oppositionsparteien, angeführt von der CDU, stellen die Rechtmäßigkeit jüngster Fälle infrage – darunter auch einen, der einen Staatssekretär betrifft. Die Landesregierung betont, ihre Praxis sei gesetzeskonform, doch die Kritiker fordern Untersuchungen und Reformen.

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Ausgelöst wurde die Kontroverse, als die Freien Wähler Bedenken äußerten, dass Beamte bezahlten Sonderurlaub für politische Kampagnenarbeit erhalten hätten. Die Partei reichte eine rechtliche Stellungnahme bei der Staatsanwaltschaft ein, in der sie argumentiert, diese Praxis könnte gegen Vorschriften verstoßen. Ein Fall betrifft einen namentlich nicht genannten Beamten, dem Urlaub gewährt wurde, um den SPD-Wahlkampf zu unterstützen. Ein weiterer Fokus liegt auf Staatssekretär Daniel Stich, dessen Urlaubsregelungen ebenfalls unter die Lupe genommen werden.

CDU-Landeschef Gordon Schnieder hat angekündigt, den Sonderurlaub für Beamte abzuschaffen, falls seine Partei die Wahl gewinnt. Unterdessen haben AfD und Freie Wähler angekündigt, nach der Wahl parlamentarische Untersuchungsausschüsse zu dem Thema einzuberufen. Der Vorstoß der CDU erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Umfragen ein enges Rennen zeigen – Analysten warnen jedoch, dass die Angriffe auf die SPD unbeabsichtigt der AfD in die Hände spielen könnten.

Die FDP, die in der scheidenden Ampelkoalition (SPD, Grüne, FDP) von 2021 bis 2026 als kleinerer Partner mitregierte, hat in der Debatte bisher keine führende Rolle eingenommen. Unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) verantwortete die Partei die Ressorts Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft und setzte sich für Bildungsreformen, Digitalisierung und Steuersenkungen ein. Ihre Haltung zur Sonderurlaubs-Frage bleibt jedoch unklar, während der Wahlkampf in die heiße Phase geht.

Die Landesregierung hält daran fest, dass alle Urlaubsentscheidungen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Beamte verweisen auf bestehende Regelungen, die Flexibilität für politische oder gemeinnützige Tätigkeiten vorsehen. Die Opposition wirft dem System hingegen Intransparenz vor und warnt vor Missbrauchsrisiken.

Der Streit um den Sonderurlaub hat sich vor der Wahl weiter zugespitzt, mit CDU und AfD, die auf Änderungen drängen. Sollte die Opposition nach der Wahl an Einfluss gewinnen, sind parlamentarische Untersuchungen zu erwarten. Das Ergebnis könnte die Regeln für politische Aktivitäten von Beamten in Rheinland-Pfalz neu definieren.

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