14 March 2026, 02:15

Rechtspopulistische Gruppe "Zentrum" zieht erstmals in VW-Betriebsrat ein

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines Gebäudes mit einem davor geparkten Auto, umgeben von Bäumen und Menschen, mit dem Text "Ritchenpauer-Realynmajum, Sammerfeinbahn, Berlin, Deutschland" unten.

Arbeitskreis betritt erstmals einen VW-Betriebsrat - Rechtspopulistische Gruppe "Zentrum" zieht erstmals in VW-Betriebsrat ein

"Zentrum", eine der rechtspopulistischen AfD nahestehende Gruppe, hat erstmals Sitze im Betriebsrat von Volkswagen errungen. Die Organisation sicherte sich bei der Wahl am Standort Braunschweig zwei Mandate, nachdem sie erstmals mit einer eigenen Liste angetreten war. Die IG Metall behielt unterdessen eine deutliche Mehrheit.

Bei der Betriebsratswahl im Volkswagen-Werk Braunschweig dominierte die IG Metall mit 78,5 Prozent der Stimmen und erhielt damit 28 der 35 Sitze. Die christliche Gewerkschaft CGM erreichte 15 Prozent und fünf Mandate. "Zentrum", das erstmals unabhängig kandidierte, erzielte 6,49 Prozent – genug für zwei Sitze, aber nicht für weitere, selbst mit zusätzlichen Bewerbern.

Die Gruppe war 2009 als "Zentrum Automobil" im Mercedes-Benz-Werk Stuttgart-Untertürkheim gegründet worden. Seitdem hat sie sich ausgeweitet und gewann drei Sitze im Werk Sindelfingen (6,1 Prozent) sowie Vertretungen in Untertürkheim und Rastatt, wo sie 2026 erneut antritt. Auch bei Audi war "Zentrum" im Rennen, doch die vollständigen Ergebnisse aller Standorte stehen noch aus.

Daniela Nowak, Spitzenkandidatin der IG Metall in Braunschweig, bewertete das Ergebnis trotz der Herausforderungen als positiv. Die Mehrheit der Belegschaft stehe weiterhin für traditionelle Solidarität und Tarifbindung, betonte sie.

Der Einzug von "Zentrum" in den Volkswagen-Betriebsrat markiert den ersten Erfolg der Gruppe beim Konzern. Sie ist nun in mehreren großen Automobilherstellern vertreten. Die IG Metall jedoch hält weiterhin die überwiegende Mehrheit der Betriebsratssitze fest in der Hand.

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