Pötsch will Volkswagen-Aufsichtsrat weiterführen – Aktionäre entscheiden im Juni
Theo SchmitzPötsch bleibt VW-Oberaufsichtsrat - Pötsch will Volkswagen-Aufsichtsrat weiterführen – Aktionäre entscheiden im Juni
Hans Dieter Pötsch strebt eine weitere Amtszeit als Aufsichtsratsvorsitzender von Volkswagen an. Der Nominierungsausschuss hat seine Wiederwahl bereits unterstützt. Die endgültige Entscheidung treffen die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 18. Juni.
Pötsch stieg 2003 als Finanzvorstand in den Volkswagen-Konzern ein. Zwölf Jahre lang bekleidete er diese Position, bevor er 2015 in den Aufsichtsrat wechselte. Seine Führungszeit umfasste einige der schwierigsten Phasen des Unternehmens, darunter die Finanzkrise 2008 und den gescheiterten Übernahmeversuch von Porsche 2009.
In seine Amtszeit fiel auch der Diesel-Skandal 2015, der zu Milliardenstrafen und nachhaltigen Image-Schäden führte. In jüngerer Zeit begleitete er den Wandel Volkswagens hin zur Elektromobilität und die digitale Transformation. Dieser Umbruch vollzog sich während der COVID-19-Pandemie sowie der Übergabe von Ex-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch.
Nun will Pötsch den Autobauer weiter durch anhaltende Herausforderungen steuern. Bei einer Wiederwahl würde sich seine Amtszeit als Aufsichtsratsvorsitzender auf über ein Jahrzehnt verlängern.
Der Vorschlag zur Wiederwahl Pötschs liegt nun bei den Volkswagen-Aktionären. Ihre Abstimmung am 18. Juni wird entscheiden, ob er im Amt bleibt. Das Ergebnis wird die Führung des Konzerns in einer Phase weiterer Branchenveränderungen prägen.






