30 April 2026, 06:16

Ökonomen zerpflücken Deutschlands Haushalt: "Alles andere als solide"

Eine Liniengrafik, die die öffentliche Verschuldung im Bundeshaushalt über die Zeit darstellt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ökonomen zerpflücken Deutschlands Haushalt: "Alles andere als solide"

Deutschlands Bundeshaushalt steht in der scharfen Kritik führender Ökonomen. Experten des ifo Instituts warnen, dass steigende Schulden und lasche Haushaltsregeln langfristige Probleme schaffen. Die Kosten für verschobene Reformen und explodierende Zinslasten würden vor allem die jüngeren Generationen tragen müssen.

Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für öffentliche Finanzen, bezeichnete den aktuellen Haushalt als "alles andere als solide". Er verwies auf übermäßige Kreditaufnahmen als zentrales Problem, die die Zinskosten in die Höhe treiben und der Regierung die finanziellen Spielräume nehmen. Als Lösung schlägt er eine umfassende Überprüfung der Staatsausgaben und Subventionen vor, um unnötige Ausgaben zu streichen.

Peichl regte zudem Steuererhöhungen auf Alkohol und Tabak an sowie eine neue Abgabe auf Zucker. Die Mehreinnahmen sollten seiner Meinung nach in Präventionsprogramme fließen – nicht dazu dienen, Haushaltslücken zu stopfen. Unterstützung erhielt er von Emilie Höslinger vom ifo Zentrum für Makroökonomik und Umfragen.

Höslinger kritisierte die deutsche Schuldenbremse als zu löchrig, da sie anhaltende Haushaltsdefizite ermöglicht. Sie betonte, dass ohne strengere Kontrollen die Last aus Schulden und höheren Zinszahlungen künftige Steuerzahler belasten werde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Empfehlungen der Ökonomen zielen auf schärfere Ausgabenkontrollen und gezielte Steuererhöhungen ab. Ohne schnelles Handeln, so ihre Warnung, würden steigende Schulden und Zinskosten den Handlungsspielraum der Regierung weiter einengen. Die Appelle unterstreichen den wachsenden Druck, die Finanzpolitik zu reformieren, bevor die finanzielle Belastung noch größer wird.

Quelle