04 May 2026, 20:37

Öffentlicher Dienst wächst um 15,6 % – doch nicht alle Bereiche profitieren gleich

Liniengraph mit der Überschrift "Job Growth Under President Biden is Increasing" zeigt einen stetigen Aufwärtstrend bei der Job Growth in den letzten Jahren.

Öffentlicher Dienst wächst um 15,6 % – doch nicht alle Bereiche profitieren gleich

Deutschlands öffentlicher Dienst wächst deutlich – doch nicht überall gleich

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Sektor Deutschlands deutlich gestiegen. Zwischen 2014 und 2024 erhöhte sich die Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 15,6 % auf etwa 5,4 Millionen. Doch die Entwicklung der Beamtenstellen verlief in den verschiedenen Bereichen sehr unterschiedlich.

Insgesamt wuchs der öffentliche Dienst in den letzten zehn Jahren um 21,1 %. Allein in der öffentlichen Verwaltung stieg die Zahl der Beschäftigten von 2,8 Millionen im Jahr 2014 auf 3,4 Millionen bis Mitte 2024. Nicht alle Bereiche folgten jedoch diesem Trend.

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Die größten Zuwächse verzeichneten die öffentlichen Schulen, die bundesweit 52.000 neue Beamtenstellen schafften. Auch der Bereich „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ expandierte und gewann 46.000 Stellen hinzu, während „Politische Führung und Zentrale Verwaltung“ um 22.000 Positionen wuchs.

Gleichzeitig gab es in anderen Sektoren deutliche Rückgänge. Im Bereich „Soziale Sicherheit, Familie, Jugend und Arbeitsmarktpolitik“ sank die Zahl der Beamten bis 2024 um etwa 10.000. Ein entscheidender Grund war die Entscheidung der Bundesagentur für Arbeit, neu eingestellten Mitarbeitenden keinen Beamtenstatus mehr zu gewähren. Auch der Sektor „Verkehr und Kommunikation“ schrumpfte und verlor 26.000 Stellen – vor allem durch die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn.

Die Veränderungen spiegeln eine Neuausrichtung der Prioritäten im öffentlichen Dienst wider: Während Bildung und Sicherheit deutlich ausgebaut wurden, zogen sich Bereiche wie Verkehr und Soziales zurück. Die Gesamtzahl der Beschäftigten liegt nun bei 5,4 Millionen – ein Anstieg von 4,7 Millionen vor einem Jahrzehnt.

Quelle