09 May 2026, 16:14

Nicole Razavi wird neue Verkehrsministerin in Baden-Württemberg – was ändert sich?

Alte detaillierte Karte von Baden-Württemberg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke.

Nicole Razavi wird neue Verkehrsministerin in Baden-Württemberg – was ändert sich?

Baden-Württemberg bekommt eine neue Verkehrsministerin: Winfried Hermann scheidet nach 15 Jahren aus dem Amt aus

Nach 15 Jahren an der Spitze des Verkehrsressorts übergibt Winfried Hermann sein Amt an Nicole Razavi, die bisherige Landesbauministerin. Die Personalie ist Teil der neuen grün-schwarzen Koalition in einem der einflussreichsten Verkehrsressorts Deutschlands.

Winfried Hermann, langjähriger Politiker der Grünen, prägte seit 2011 die Verkehrspolitik Baden-Württembergs maßgeblich. In seiner Amtszeit wurden der Ausbau des Schienennetzes, die Radinfrastruktur und die Ladepunkte für Elektrofahrzeuge vorangetrieben. Als eine der Schlüsselfiguren der VerkehrsWende hinterlässt er ein Erbe aus nachhaltigen Mobilitätsprojekten.

Seine Nachfolgerin, Nicole Razavi, sitzt seit fast zwei Jahrzehnten im Landtag und übernimmt nun das Verkehrsressort. Die bisherige Bauministerin bringt Erfahrung in Infrastruktur- und Planungsfragen mit. Anders als ihr Vorgänger äußerte sie sich in der Vergangenheit kritisch zu früheren Verkehrsprojekten der Grün-Roten Koalition – ein mögliches Indiz für kommende Kursänderungen.

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Eine ihrer ersten großen Aufgaben wird die Begleitung des umstrittenen Großprojekts Stuttgart 21 sein, das sie bisher unterstützt hat. Das Vorhaben, das den Stuttgarter Eisenbahnknoten modernisieren soll, leidet unter Verzögerungen und Widerstand. Razavis Befürwortung des Projekts deutet auf Kontinuität in der weiteren Umsetzung hin.

Ihre Ernennung fällt in die Phase der Regierungsbildung der neuen Grün-Schwarzen Koalition. Mit dem Wechsel vom Bauministerium ins Verkehrsressort übernimmt Razavi die Verantwortung für zentrale Infrastrukturprojekte. Der Führungswechsel könnte neue Schwerpunkte setzen, ohne den Schwung langfristiger Verkehrsplanungen zu bremsen.

Quelle