26 June 2026, 06:13

Neuköllns Bürgermeister Hikel tritt zurück – und die SPD setzt auf umstrittene Nachfolgerin

Hikel äußert Missbilligung über SPD-Kreisdirektor

Neuköllns Bürgermeister Hikel tritt zurück – und die SPD setzt auf umstrittene Nachfolgerin

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel hat bekannt gegeben, dass er nicht erneut für das Amt kandidieren wird – Grund ist der schwindende Rückhalt in seiner eigenen Partei. Seine Entscheidung fällt in eine Phase anhaltender Kontroversen um seine mögliche Nachfolgerin, Janine Wolter, deren Aktivitäten in sozialen Medien für Aufsehen sorgen.

Auslöser des Streits waren Vorwürfe der Neuköllner CDU-Fraktion gegen Wolter wegen ihrer Instagram-Aktivitäten. Im Herbst 2025 hatte sie Beiträge eines politischen Influencers gelikt oder geteilt, der Israel kritisch gegenüberstand – konkret ging es um die Abfangaktion der Marine gegen die Global Sumud-Flottille. Hikel reagierte mit einem offiziellen Verweis und begründete dies mit Wolters mangelnder Zurückhaltung, die für eine Stadträtin unangemessen sei.

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Wolter verteidigte ihre Haltung zu Menschenrechten in Israel und Palästina, räumte jedoch ein, die Inhalte des Influencers nicht ausreichend geprüft zu haben. Später erklärte sie, keine weiteren Beiträge von ihm teilen zu wollen. Trotz der Kritik schlug die Neuköllner SPD-Führung sie als Hikels Nachfolgerin vor; eine Parteiversammlung bestätigte ihre Kandidatur schließlich.

Wolter blickt optimistisch auf die Übernahme des Bezirksamts. Mit Hikels Rückzug rückt ihre mögliche Amtsübernahme näher – doch die Debatte um ihr Online-Verhalten wirft weiterhin Fragen auf. Hikels Abschied markiert das Ende seiner Amtszeit als Bezirksbürgermeister, während Wolters Nominierung voranschreitet. Die Kontroverse zeigt jedoch die Spannungen um politische Neutralität in öffentlichen Ämtern auf. Die SPD-Spitze signalisiert zwar Vertrauen in ihre Führungsfähigkeiten, doch die jüngste Kritik bleibt präsent.

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