26 June 2026, 22:13

Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach monatelanger Sperrung wieder offen – doch die Probleme bleiben

Renovierung der Hamburg-Berlin-Bahnlinie deutlich teurer

Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach monatelanger Sperrung wieder offen – doch die Probleme bleiben

Die Bahnstrecke Hamburg–Berlin ist nach monatelanger Vollsperrung wieder in Betrieb gegangen. Das Projekt war von wiederholten Verzögerungen und explodierenden Kosten geprägt und hat damit Kritik an Großbaustellen dieser Art ausgelöst.

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Die Arbeiten begannen mit einer kompletten Sperrung der Strecke im frühen August 2023. Sämtliche Fern-, Regional- und Güterverkehrsverbindungen wurden eingestellt, um umfassende Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen. Ursprünglich sollte die Strecke im frühen Mai 2024 wiedereröffnet werden, doch anhaltender Frost im Januar und Februar ließ den Boden tiefgefrieren und brachte die Bauarbeiten wochenlang zum Erliegen.

Die endgültigen Kosten beliefen sich auf etwa 2,7 Milliarden Euro – 500 Millionen Euro über dem veranschlagten Budget. Zudem wurde ein Puffer von rund 300 Millionen Euro vollständig aufgebraucht. Trotz der zusätzlichen Zeit und Mittel konnte das neue europäische Zugsicherungssystem (ETCS) nicht installiert werden, was in den nächsten zehn Jahren eine weitere längere Sperrung erforderlich machen wird.

Die Wiederinbetriebnahme erfolgte schließlich Mitte Juni, mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem überarbeiteten Zeitplan. Doch schon kurz nach der Eröffnung fielen Aufzüge aus, und Züge verkehrten nicht pünktlich.

Die Verbindung Hamburg–Berlin ist nun zwar wieder befahrbar, doch das ungelöste Problem mit dem ETCS-System macht weitere Einschränkungen unvermeidbar. Die Verzögerungen und Kostenüberschreitungen des Projekts haben die Debatte über die Planung und Umsetzung solcher Großprojekte weiter verschärft.

Quelle