08 April 2026, 02:14

Neue Traditionen: Von Laternenumzügen bis zur Herrenschneiderei als Kulturerbe anerkannt

Alter deutscher Volksfestplakat mit Burgen- und Häuserillustration, begleitet von Text.

Neue Traditionen: Von Laternenumzügen bis zur Herrenschneiderei als Kulturerbe anerkannt

Deutschland hat neue Traditionen in seine Liste des geschützten Kulturerbes aufgenommen. Zu den neuesten Anmerkungen zählen Volksfeste ebenso wie handwerkliche Schneiderkunst. Die Behörden gaben die Entscheidungen bekannt – doch einige Auslassungen sorgen bereits für Kontroversen.

Staatsminister für Kultur Wolfram Weimer präsentierte gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz und der Deutschen UNESCO-Kommission die neuen Eintragungen. Dazu gehören die Fischerei in der Ostsee, das Straßenfußballspiel auf dem Bolzplatz sowie die Laternenumzüge zu Sankt Martin im Rheinland. Auf der Liste stehen außerdem die Schaustellerkultur auf Volksfesten und das Handwerk der Herrenschneiderei.

Weimers Ansatz zum Kulturerhalt stand bereits früher in der Kritik. Seine Entscheidungen hatten zuvor Traditionen wie den Döner oder unabhängige linksalternative Buchhandlungen ausgeschlossen. Diesmal schaffte es auch die SPD-Festwurst vom Sommerfest nicht auf die Liste.

Die jüngste Auseinandersetzung dreht sich um Weimers Streichung eines Übersetzungsprojekts für palästinensische Autorinnen und Autoren aus dem Berliner Hauptstadtkulturfonds. Der Schritt löste Proteste von Kulturministern und Senatoren in acht SPD-geführten Bundesländern aus.

Die neuen Anmerkungen erweitern das offizielle Kulturerbe Deutschlands. Sie unterstreichen die vielfältigen Traditionen des Landes – von regionalen Festen bis zu handwerklichem Können. Doch die Auslassungen befeuern weiterhin die Debatte darüber, was Schutz und Förderung verdient.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle