Mainz verliert Kontrolle über Mietpreise: Hunderte Sozialwohnungen betroffen
Theo SchmitzMainz verliert Kontrolle über Mietpreise: Hunderte Sozialwohnungen betroffen
Mietpreisbremse für hunderte geförderte Wohnungen in Mainz läuft in den nächsten zwei Jahren aus
Bis Ende 2026 verlieren 98 Wohnungen ihre Mietpreisobergrenzen, weitere 768 folgen bis Ende 2027. Betroffen sind vor allem Stadtteile wie Finthen, Weisenau, Gonsenheim, Mombach und Neustadt.
Aktuell regelt die Stadt die Mieten für 866 sozial geförderte Wohnungen. Diese Vorgaben laufen bis spätestens Ende 2027 vollständig aus – dann können Vermieter die Mieten innerhalb der gesetzlichen Grenzen anpassen. Mit dem Auslaufen der Regelungen verliert die Stadtverwaltung die Möglichkeit, direkt auf Mieterhöhungen Einfluss zu nehmen.
Vermieter sind verpflichtet, Mieter über anstehende Mietanpassungen zu informieren. Eine Verlängerung der Preisbindungen wäre nur mit ihrer freiwilligen Teilnahme an Landesförderprogrammen möglich. Diskutiert werden unter anderem der Ankauf von Belegungsrechten durch das Land oder die Bereitstellung von Modernisierungsmitteln.
Das städtische Wohnungsförderungsamt hat bereits mit einem Wohnungsanbieter Kontakt aufgenommen, um Lösungen zu erörtern. Weitere Gespräche mit anderen Unternehmen sind geplant, um möglichst viele Wohnungen bezahlbar zu halten.
Ohne neue Vereinbarungen könnten Mieter in fast 900 Wohnungen bis 2028 mit höheren Mieten konfrontiert werden. Die Stadt strebt eine Zusammenarbeit mit Vermietern und Landesprogrammen an, um die Auswirkungen abzufedern. Die endgültige Entscheidung über Mietanpassungen liegt jedoch bei den Eigentümern.






