Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

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Eine B√ľhne mit einer Person, Fahnen, einem Stand mit Gegenst√§nden und einem Bildschirm mit Text, mit Statuen, einer Wand und Bogen im Hintergrund und einer Menge von Menschen unten.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

In den letzten Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Mainz und der umliegenden Region verstorben. Ihr Wirken umfasste Politik, Kultur, Sport und soziales Engagement und hinterlässt in der Gemeinschaft eine nachhaltige Spur.

Unter ihnen waren Wegbereiter der Karnevalstradition, des Fußballs, des Journalismus und der Behindertenrechte – jeder von ihnen wird für sein Engagement und seinen Einfluss in Erinnerung bleiben.

In der Politik verstarb Bernhard Vogel, eine Schlüsselfigur der deutschen Politik, mit 92 Jahren. Zwölf Jahre lang führte er als Ministerpräsident Rheinland-Pfalz, bevor er von 1992 bis 2003 dasselbe Amt in Thüringen innehatte. Seine Laufbahn prägte die Regionalpolitik über Jahrzehnte.

Herbert Mertin, Justizminister von Rheinland-Pfalz und FDP-Mitglied, starb im Alter von 66 Jahren. Er bekleidete das Amt zweimal – zunächst von 1999 bis 2006, dann erneut von 2016 bis zu seinem Tod. Auch die Kunst- und Karnevalsszene verlor bedeutende Stimmen: Elisabeth Klöver, langjährige Leiterin des MCV-Hofballetts, verstarb mit 85 Jahren. Sie bildete Generationen von Tänzern aus und wurde zu einer prägenden Figur der Mainzer Karnevalskultur. Dieter Wenger, über 60 Jahre Chef des Wagenbaus beim MCV, starb mit 84 Jahren. Seine aufwendigen Rosenmontagswagen waren fester Bestandteil der lokalen Feiern.

Im Sport verunglückte Holger Bernhardt, ehemaliger Torwart des 1. FSV Mainz 05, mit 52 Jahren tödlich im Straßenverkehr. Sigurd Spielmann, ein 90-jähriges Ehrenmitglied des Vereins, starb im September 2025 nach über 70 Jahren Engagement für den Club.

Die Kulturszene trauert um Ulf Glasenhardt, Veranstaltungskoordinator im Club Schon Schön und im Kulturpalast Wiesbaden, der unerwartet verstarb. Barbara Rupp, Mitgründerin und langjährige Vorsitzende des Fördervereins des Mainzer Unterhaus, verstarb ebenfalls. Sie prägte die Spielstätte von 1983 bis 2008 maßgeblich mit.

Im Gesundheitswesen hinterlässt Dr. Thomas Flohr, ein 57-jähriger Onkologe im Hämatologisch-Onkologischen Medizinischen Versorgungszentrum Mainz, eine Lücke. Seine Arbeit gab vielen Krebspatienten Hoffnung. Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, starb nach 25 Jahren Einsatz für Barrierefreiheit und Inklusion.

Auch der Journalismus verlor mit Ekkehardt Gahntz eine prägende Persönlichkeit. Der ehemalige ZDF-Nachrichtenredakteur leitete von 2003 bis zu seiner Pensionierung die Hauptredaktion für Wirtschaft, Soziales und Umwelt.

Diese Menschen hinterlassen ein Erbe in ihren jeweiligen Bereichen – von Politik und Recht bis hin zu Kultur und Sport. Ihr Wirken formte Institutionen, inspirierte Gemeinschaften und verbesserte das Leben in Mainz und darüber hinaus. Die Region wird sie für ihr Engagement und ihre bleibenden Verdienste in Erinnerung behalten.

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