Mai 2026: Steuersenkungen, Lohnerhöhungen und strengere Regeln für Elektroautos in Europa
Hannah BrandtMai 2026: Steuersenkungen, Lohnerhöhungen und strengere Regeln für Elektroautos in Europa
Im Mai 2026 tritt in Europa eine Welle neuer Reformen und politischer Änderungen in Kraft. Deutschland führt Steuersenkungen, Lohnerhöhungen und strengere Regeln für die Förderung von Elektrofahrzeugen ein. Gleichzeitig startet Österreich mit automatisierten Verkehrssteuerungssystemen, während die EU neue Vorschriften zu Datenaustausch und Gebäudeeffizienz umsetzt.
In Deutschland profitieren Autofahrer ab dem 1. Mai von einer vorübergehenden Senkung der Spritkosten. Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel sinkt um etwa 14 Cent pro Liter – und das bis zum 30. Juni. Mit dieser Maßnahme soll die finanzielle Belastung für Kraftfahrer verringert werden.
Auch Beschäftigte im öffentlichen Dienst erhalten ab demselben Tag eine Gehaltserhöhung von 2,8 Prozent nach den Bundes- und Kommunal-Tarifverträgen. Zudem wird ein steuerfreier Entlastungsbonus von bis zu 1.000 Euro eingeführt, der weder versteuert noch mit Sozialabgaben belastet wird.
Die Bundesregierung verschärft zudem die Förderbedingungen für Plug-in-Hybridfahrzeuge. Ab Mai erhalten nur noch Modelle mit einer Mindestreichweite von 80 Kilometern im Elektrobetrieb oder einem CO₂-Ausstoß von unter 60 Gramm pro Kilometer eine Förderung. Gleichzeitig geht ein neues Online-Portal an den Start, das Zuschüsse für Elektroautos abhängig vom Haushaltseinkommen und der Familiengröße vergibt.
In Österreich werden ab dem 1. Mai in rund 25 Städten automatisierte Verkehrsregelungssysteme eingeführt. Ziel ist es, die städtische Mobilität zu verbessern und Staus zu reduzieren.
Auch die EU setzt auf mehr Verbraucherschutz: Am 20. Mai tritt die Verordnung 2024/1028 in Kraft, die den Datenaustausch bei Kurzzeitvermietungen regelt und so für mehr Transparenz und Sicherheit bei Reisenden sorgt. Deutschland muss bis zum 29. Mai die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie umsetzen, die strengere Energieeffizienzstandards für Neu- und Sanierungsbauten vorsieht.
Für Flugreisende ändert die Lufthansa ab dem 19. Mai ihre Gepäckbestimmungen: Passagiere, die den günstigsten „Economy Basic“-Tarif buchen, dürfen nur noch ein kleines Handgepäckstück mit an Bord nehmen.
Die Neuerungen bringen finanzielle Entlastung für Arbeitnehmer und Autofahrer, treiben aber auch strengere Umwelt- und Verbraucherstandards voran. Gleichzeitig wirken sich die neuen Regeln auf Reisen, die Vermietung von Immobilien und die Nutzung städtischer Straßen aus. Die meisten Maßnahmen treten innerhalb der ersten Maiwochen 2026 in Kraft.






