19 March 2026, 14:21

Landtagswahl 2023: Warum der Flughafen Hahn politisch ignoriert wird

Germanwings Airbus A320-200 am Frankfurter Airport mit Bodenfahrzeugen, Verkehrskegeln, Versorgungsmasten und Grünfläche im Hintergrund.

Landtagswahl 2023: Warum der Flughafen Hahn politisch ignoriert wird

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Flughafen Hahn bleibt politisches Schattendasein

Die anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2023 rückt die Zukunft des Flughafens Hahn in den Fokus. Der größte kommerzielle Flughafen der Region, einst ein defizitärer US-Militärstützpunkt, fertigt heute über zwei Millionen Passagiere und 100.000 Tonnen Fracht pro Jahr ab. Doch trotz seiner wirtschaftlichen Bedeutung spielt die Luftfahrt in der Wahlkampagne weder für Wähler noch für Parteien eine nennenswerte Rolle.

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Der 1993 aus einer Militärliebenschaft umgewandelte Flughafen Hahn kämpfte jahrelang mit finanziellen Schwierigkeiten. Unter der aktuellen Trägerschaft der Triwo AG haben sich die Geschäfte stabilisiert: 2022 wurden 2,2 Millionen Passagiere und 107.000 Tonnen Fracht abgewickelt. Dennoch wird seine Bedeutung im Wahlkampf vom Frankfurter Flughafen überlagert, der aufgrund seiner Größe und der Lärmproblematik die regionale Luftverkehrspolitik dominiert.

Die seit dem 10. Juli 2024 regierende SPD-Grünen-FDP-Koalition hat keine konkreten Pläne für die Zukunft Hahns vorgelegt. Auch in den Wahlprogrammen der großen Parteien sucht man vergeblich nach substantiellen Aussagen zum Flughafen – ein Zeichen für sein geringes politisches Gewicht. Nur 15,8 Prozent der Wähler nennen Verkehr als zentrales Wahlkampfthema, was seine Relevanz in den Debatten weiter schmälert.

Trotz seiner wirtschaftlichen Leistungen bleibt die Rolle Hahns in der Landesluftfahrtstrategie unklar. Weder von der Regierungskoalition noch von der Opposition liegen vor der Wahl konkrete Vorschläge oder politische Maßnahmen auf dem Tisch.

Die Wahl wird über die nächste Landesregierung entscheiden, doch die Zukunft des Flughafens Hahn bleibt ungewiss. Bei minimalem Interesse von Wählern und Politikern hängt seine Entwicklung von Entscheidungen ab, die erst nach dem Urnengang fallen. Bis dahin läuft der Betrieb ohne klare politische Steuerung oder langfristige Perspektive weiter.

Quelle