Koblenz startet Kampagne für sichere Überholabstände beim Radverkehr
Neue Verkehrssicherheitskampagne in Koblenz: Mindestabstände beim Überholen von Radfahrern im Fokus
Am 6. Februar 2024 startet in Koblenz eine neue Kampagne zur Verkehrssicherheit, die Autofahrer an die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände beim Überholen von Radfahrern erinnern soll. Anlass ist eine Studie, die zeigt, dass viele Kraftfahrer den notwendigen Abstand nicht einhalten. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg rechnen.
Die zehntägige Aktion wird mit großformatigen Plakaten an zehn zentralen Standorten in der Stadt beworben. Ziel der Organisatoren ist es, die gesetzlich festgelegten Mindestabstände bekannt zu machen: 1,5 Meter innerorts und 2 Meter außerorts.
Eine Untersuchung der Münchner Niederlassung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ergab, dass 63 Prozent der Autofahrer den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhielten. Ein solches Verhalten erhöht das Unfallrisiko – etwa durch gefährliches „Dooring“ – und kann Menschen davon abhalten, überhaupt Rad zu fahren. Manche Radfahrer meiden sogar bestimmte Strecken, wenn sie sich unsicher fühlen.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte Thüringens haben leicht verständliche Flyer erstellt, die die wichtigsten Regeln für Autofahrer und Radfahrer zusammenfassen. Die Materialien sind unter koblenz.de/radverkehr zum Download verfügbar und betonen, dass Radfahren ein gleichberechtigtes Verkehrsmittel ist.
Wer den Mindestabstand nicht einhält, riskiert ein Bußgeld von bis zu 80 Euro sowie einen Punkt in Flensburg. Gleichzeitig baut Koblenz seine Radinfrastruktur weiter aus, um die Straßen sicherer zu machen und mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad zu motivieren.
Die Kampagne unterstreicht, wie wichtig die Einhaltung der Überholabstände ist, um Unfälle zu vermeiden und den Radverkehr zu fördern. Durch strengere Kontrollen und klarere Hinweise will die Stadt die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer verbessern. Die Flyer und Plakate bleiben auch über die zehntägige Aktion hinaus verfügbar.






