13 March 2026, 16:39

Klingbeil attackiert Ölkonzerne wegen Krisengewinnen im Iran-Konflikt

Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Bezeichnung "Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten" mit zwei Linien, einer blauen und einer grünen, die die Trends der Kraftstoffpreise über die Zeit zeigen.

Klingbeil will 'Rückgewinn' von Ölpreisprofiten an Bürger zurückgeben - Klingbeil attackiert Ölkonzerne wegen Krisengewinnen im Iran-Konflikt

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wirft Ölkonzernen vor, den Iran-Konflikt für überhöhte Gewinne auszunutzen. Während eines Wahlkampftermins in Rheinland-Pfalz vor der Landtagswahl am 22. März forderte er schärfere Kartellgesetze und mehr Preistransparenz, um zu verhindern, dass Unternehmen die Krise für ihre Zwecke ausbeuten.

Die Äußerungen fielen bei einer SPD-Wahlkampfveranstaltung zur Unterstützung des amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer. Klingbeil betonte, der Iran-Konflikt sei "nicht unser Krieg", und kritisierte die Beteiligung der USA mit den Worten: "Das ist nicht unser Krieg, und wir werden uns nicht daran beteiligen."

Der Minister warnte zudem vor der unberechenbaren Dauer des Konflikts und rief zu Verhandlungen auf, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Zu seinen Vorschlägen gehört, übermäßige Gewinne der Ölkonzerne auf europäischer Ebene abzuschöpfen.

Unterdessen prüft das Finanzministerium Maßnahmen, um die Krisengewinne von Unternehmen einzudämmen. Klingbeil forderte volle Transparenz bei der Preisgestaltung, um Missbrauch zu verhindern. Die EU hat sich zu seinen Vorwürfen jedoch nicht direkt geäußert. Stattdessen kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einer Sondersitzung in Brüssel die Bildung einer Energiekrise-Taskforce an. Diese soll gemeinsam mit den Mitgliedstaaten gegen die explodierenden Preise für Öl, Kraftstoffe und Gas vorgehen.

Klingbeils Forderung nach strengeren Regulierungen fällt in die heiße Phase des Wahlkampfs in Rheinland-Pfalz, wo am 22. März ein neuer Landtag gewählt wird. Die Überprüfung durch das Finanzministerium und die neue EU-Taskforce zeigen den wachsenden Druck, die durch den Iran-Konflikt verursachten Energiepreissprünge in den Griff zu bekommen. Ob die Maßnahmen greifen, bleibt abzuwarten.

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