Jörg Schönenborn wechselt 2026 von WDR zu den Tagesthemen als Moderator
Anna SchmittEr übernimmt den 'Tagesthemen'-Moderationsjob - Jörg Schönenborn wechselt 2026 von WDR zu den Tagesthemen als Moderator
Jörg Schönenborn wird Mitte 2026 seine Position als Programmdirektor des WDR verlassen, um als Moderator zu den Tagesthemen zu wechseln. Der Schritt markiert einen Einschnitt nach vier Jahrzehnten beim WDR, wo er Schlüsselfunktionen in den Bereichen Nachricht, Fiction und Unterhaltung innehatte. Mit seinem Abschied übernimmt er zudem eine erweiterte Rolle bei der Stärkung der politischen Berichterstattung für Das Erste und dessen digitale Plattformen.
Schönenborns Karriere beim WDR umfasst mehr als 40 Jahre, darunter hochkarätige Positionen bei Tagesschau und Tagesthemen sowie als Chefredakteur des WDR-Fernsehens. Zuletzt erweiterte er seinen Einfluss als Fernsehprogrammdirektor des Senders und zeichnete für ein breites Contentspektrum verantwortlich. Sein Rückzug aus dieser Funktion hinterlässt eine spürbare Lücke in der WDR-Führungsetage, wie Intendantin Katrin Vernau anerkannte.
Bei den Tagesthemen wird er als Co-Moderator an der Seite von Ingo Zamperoni und Jessy Wellmer arbeiten. Sein Fokus liegt darauf, Nachrichten verständlich und zugänglich aufzubereiten, um den Zuschauerinnen und Zuschauern eine eigene Meinungsbildung zu ermöglichen. ARD-Vorsitzender Florian Hager hob Schönenborns Engagement für glaubwürdigen Journalismus hervor, während NDR-Intendant Hendrik Lünenborg ihn als "große Bereicherung" für die ARD und ihr Publikum bezeichnete.
Neben seiner Moderationstätigkeit wird Schönenborn die politische Berichterstattung von Das Erste mitprägen und deren Präsenz in TV und Online stärken. Seine langjährige Erfahrung in redaktioneller Führung und Programmgestaltung soll dem Team neue Impulse verleihen.
Der Wechsel zu den Tagesthemen erfolgt Mitte 2026. Schönenborns langjähriger Ruf als Qualitätsjournalist mit starker Zuschauerbindung wird voraussichtlich die künftige Ausrichtung des Formats prägen. Derweil steht der WDR vor der Herausforderung, den Verlust eines erfahrenen Führungskraft mit jahrzehntelangem Institutionenwissen zu kompensieren.