Jogi Löws harte Kritik: Warum der deutschen Nationalmannschaft die Stabilität fehlt
Hannah BrandtJogi Löws harte Kritik: Warum der deutschen Nationalmannschaft die Stabilität fehlt
Jogi Löw hat sich zur aktuellen deutschen Nationalmannschaft geäußert und ihr vorgeworfen, es fehle ihr an der nötigen Stabilität, um große Titel zu gewinnen. Diese Kritik kommt trotz des kürzlichen 8:0-Erfolgs gegen Saudi-Arabien im Auftaktspiel der WM 2022. Löws eigene Amtszeit als Bundestrainer war von Triumphen und Kontroversen geprägt.
Unter Löw erreichte die deutsche Mannschaft 2018 bei der WM einen historischen Tiefpunkt: Als Gruppenletzter mit nur zwei Toren schied das Team aus. Zwei Jahre später folgte bei der EM 2020 das nächste frühe Aus – im Achtelfinale. Kurz darauf trat er als Nationaltrainer zurück.
Doch zuvor hatte Löw große Erfolge gefeiert, darunter den WM-Titel 2014. Er prägte den Begriff „Die Mannschaft“ und vermittelte ein weltoffeneres, multikulturelles Image. Auch politisch war er engagiert: Er unterstützte die Politik Angela Merkels und erhielt 2017 einen Sitz in der Bundesversammlung, um bei der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten mitzustimmen.
Unter seiner Führung stand die Nationalelf für progressive Werte, was manche Kritiker spöttisch als „Hippie-Republik“ bezeichneten. Trotz seiner Verdienste bleibt Löws Erbe zwiespältig – geprägt von Glanzleistungen und herben Niederlagen.
Der jüngste 8:0-Sieg zeigt zwar Potenzial, doch Löws Worte unterstreichen die anhaltenden Zweifel. Seine eigene Karriere war von großen Triumphen und demütigenden Rückschlägen geprägt. Nun hängt die Zukunft des Teams davon ab, ob es die Stabilität zurückgewinnen kann, die einst sein Markenzeichen war.






