30 April 2026, 16:36

Italo stürmt mit 3,6 Milliarden Euro den deutschen Schienenmarkt und fordert die Bahn heraus

Blaue Linie auf einer Karte von Italien, die eine kreisförmige Zugroute von und nach Rom anzeigt, mit beschrifteten Haltestellen entlang des Wegs.

Italo stürmt mit 3,6 Milliarden Euro den deutschen Schienenmarkt und fordert die Bahn heraus

Italo dringt mit einer Investition von 3,6 Milliarden Euro in den deutschen Schienenmarkt ein. Der italienische Hochgeschwindigkeitsanbieter plant, im April 2028 seinen Betrieb aufzunehmen und mit blauen Velaro-Zügen in Konkurrenz zu den ICE-Flotten der Deutschen Bahn zu treten. Das Vorhaben folgt einer Strategie, die in Italien bereits zu sinkenden Preisen und verbesserten Dienstleistungen geführt hat.

Das Unternehmen wird mit Atrium SE eine in Deutschland ansässige Tochtergesellschaft gründen, die für die operativen Aktivitäten verantwortlich sein soll. Ab Juni beginnen die Einstellungen für 2.500 neue Stellen im Service- und Betriebsbereich. Zudem werden über 5.000 Industriearbeiter an der Produktion der neuen Züge beteiligt sein.

Die erste Flotte von Italo wird 30 Siemens-Velaro-Hochgeschwindigkeitszüge umfassen. Der Betreiber strebt 56 tägliche Verbindungen an, darunter stündliche Verkehre zwischen München, Köln und Dortmund. Vor dem Start benötigt das Unternehmen bis Ende Mai die Bestätigung für die langfristige Zuteilung von Netzkapazitäten.

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Die 3,6-Milliarden-Investition deckt nicht nur die Züge ab, sondern schließt auch einen 30-jährigen Wartungsvertrag mit Siemens ein. Diese langfristige Vereinbarung sichert die kontinuierliche Unterstützung für Leistung und Zuverlässigkeit der Flotte.

Falls genehmigt, könnte Italos Markteintritt die deutsche Hochgeschwindigkeitsbahn-Branche grundlegend verändern. Die neuen Verbindungen dürften den Wettbewerb verstärken, was potenziell zu günstigeren Ticketpreisen und mehr Reiseoptionen führen könnte. Der Betrieb soll Anfang 2028 aufgenommen werden, vorbehaltlich der endgültigen regulatorischen Freigaben.

Quelle