Hugo Boss kämpft mit Umsatzrückgang und sinkenden Gewinnen im ersten Quartal 2023
Anna SchmittHugo Boss kämpft mit Umsatzrückgang und sinkenden Gewinnen im ersten Quartal 2023
Hugo Boss meldet Rückgang bei Umsatz und Gewinnen im ersten Quartal 2023
Der Modekonzern Hugo Boss verzeichnete im ersten Quartal 2023 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen. Die Erlöse sanken um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro, wobei die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika die stärksten Einbußen hinnehmen mussten. Eine neue Strategie soll diesen Trend bis 2027 umkehren – doch für dieses Jahr werden weitere Verluste erwartet.
Besonders betroffen sind die wichtigsten europäischen Märkte: In Deutschland, Frankreich und Großbritannien gingen die Umsätze in den ersten drei Monaten 2023 ähnlich stark zurück. Die Marke Hugo, die im Casual-Bereich positioniert ist, verzeichnete mit einem Einbruch von 21 Prozent die größten Verluste.
Auch die Profitabilität litt. Der operative Gewinn (EBIT) brach um 42 Prozent auf 35 Millionen Euro ein. Der Konflikt im Nahen Osten spielte dabei eine untergeordnete Rolle und dämpfte die Erlöse um etwa 1 Prozent.
Hugo Boss treibt weiterhin Kostensenkungsmaßnahmen voran. Bisher wurden 15 der geplanten 50 Ladenschließungen bis 2028 umgesetzt. Weitere Filialen sollen noch in diesem Jahr geschlossen werden.
Mit dem im späten Jahr 2022 vorgestellten Sanierungsplan Claim 5 Touchdown strebt das Unternehmen bis 2027 ein reales Wachstum an. Teil der Strategie ist eine neu gestaltete Damenmode-Kollektion, die im November 2023 unter der Leitung von Kerstin Dorst auf den Markt kommen soll.
Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Prognose für 2023 verhalten. Für das Gesamtjahr rechnet Hugo Boss mit einem Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Auch der operative Gewinn wird voraussichtlich sinken und sich zwischen 300 und 350 Millionen Euro einpendeln.
Das kommende Jahr wird für Hugo Boss herausfordernd: Die rückläufigen Umsätze und Gewinne dürften anhalten. Der Erholungsplan setzt auf Filialschließungen, eine neue Damenkollektion und eine langfristige Wachstumsstrategie. Ob diese Schritte den aktuellen Abschwung in den Kernmärkten ausgleichen können, wird sich zeigen müssen.






