30 April 2026, 16:36

Grüne werfen Merz vor, Trumps Truppen-Drohung nicht verhindert zu haben

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeskanzler Joachim Gauck schütteln sich die Hände vor einem Banner mit der Aufschrift "EU-Gipfel", beide lächeln.

Grüne werfen Merz vor, Trumps Truppen-Drohung nicht verhindert zu haben

Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen, Sara Nanni, wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, nicht verhindert zu haben, dass US-Präsident Donald Trump mit dem Abzug amerikanischer Truppen droht. Sie kritisiert, Merz' fehlende klare Strategie habe Deutschland angreifbar für Trumps unberechenbare Politik gemacht.

Nanni argumentiert, die Regierung Merz hätte bereits lange vor Trumps jüngster Warnung verbindliche Absprachen mit den USA treffen müssen. Aus ihrer Sicht hätte eine entschlossenere Haltung früher die aktuelle Krise verhindern können. Sie betont, dass die USA genauso auf die NATO angewiesen seien wie das Bündnis auf die Unterstützung Washingtons.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 hat Nanni wiederholt die Regierung für ihren Umgang mit seiner Administration scharf kritisiert. Nun fordert sie einen geschlossenen Kurs, um seiner politischen Unberechenbarkeit entgegenzuwirken. Ohne eine solche Strategie, warnt sie, blieben deutsche Interessen weiter gefährdet.

Zudem rief Nanni Merz dazu auf, seine Position als Kanzler zu nutzen, um sich gegen Trumps Drohungen zur Wehr zu setzen. Sie unterstrich, dass die nationale Sicherheit in Verhandlungen mit Washington absolute Priorität haben müsse.

Der Streit unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen Berlin und Washington unter Trumps Präsidentschaft. Nannis Kritik setzt Merz unter Druck, eine klarere Verteidigungspolitik zu entwickeln. Wie der Kanzler reagiert, könnte die zukünftigen deutsch-amerikanischen Beziehungen prägen.

Quelle