Genf führt beim Cannabiskonsum – was die Abwasseranalyse über Europas Drogenkultur verrät
Hannah BrandtGenf führt beim Cannabiskonsum – was die Abwasseranalyse über Europas Drogenkultur verrät
Eine neue Studie hat den Cannabiskonsum in 61 europäischen Städten anhand von Abwasseranalysen untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt stabile Nutzung von Cannabis, wobei einige Städte durch besonders hohe Werte auffallen. Gleichzeitig nehmen andere Drogen wie Kokain und Ketamin an Beliebtheit zu.
An der Spitze der Liste steht Genf mit dem höchsten Cannabiskonsum in Europa. Auch Städte in den Niederlanden, Deutschland und Slowenien verzeichneten besonders hohe Konzentrationen. Berlin belegte den vierten Platz, wobei im Abwasser täglich 172 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner nachgewiesen wurden.
Frankfurt folgte auf Platz neun mit etwa 150 Milligramm pro 1.000 Einwohner. Mainz landete auf Rang 15 mit einem täglichen Wert von 130,6 Milligramm. Trotz dieser Unterschiede blieb der Cannabiskonsum im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert.
Die Studie untersuchte zudem andere Substanzen. Während der MDMA-Konsum europaweit zurückging, stiegen die Werte für Kokain und Ketamin. Der Gebrauch von Amphetamin und Methamphetamin blieb hingegen in etwa gleich.
Die Abwasseranalysen liefern ein klares Bild der Drogenentwicklungen in Europa: Der Cannabiskonsum blieb in den meisten Städten stabil, doch bei anderen Substanzen zeigten sich Verschiebungen. Die Daten helfen Behörden, Konsumtrends und gesundheitliche Auswirkungen zu überwachen.






