FDP will Haupt- und Realschule wieder einführen - FDP fordert Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem vor MV-Wahl 2025
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Mecklenburg-Vorpommern hat vor der Landtagswahl am 20. September ihr bildungspolitisches Programm vorgestellt. Die Vorschläge umfassen tiefgreifende Änderungen der Schulstrukturen sowie Sprachvorgaben für Kleinkinder. Gleichzeitig kämpft die Partei in Umfragen um die für den Wiedereinzug in den Landtag notwendige Fünf-Prozent-Hürde.
Im Mittelpunkt des FDP-Bildungsplans steht die Wiedereinführung des dreigliedrigen Schulsystems. Damit sollen Hauptschule und Realschule zurückkehren, während die heutige Regionale Schule abgeschafft würde. Die Partei will Förderschulen beibehalten, schlägt jedoch vor, den Religionsunterricht durch ein neutrales Fach zu ersetzen, das alle Glaubensrichtungen abdeckt.
Der Bundesvorsitzende der FDP, Christian Dürr, forderte verbindliche Deutschtests für Kinder – zwei Jahre vor der Einschulung. Dies solle sicherstellen, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. Zudem sprach sich Dürr für vereinfachte Zuwanderungsregeln für Arbeitskräfte aus: Der Zugang nach Deutschland solle für Beschäftigte leichter sein als für Arbeitslose.
Spitzenkandidat der FDP in Mecklenburg-Vorpommern, Jakob Schirmer, betonte, dass Freiheit das zentrale Thema des Wahlkampfs sein müsse. Innerhalb der Partei wächst indes der Druck auf eine Erneuerung der Führung: Ein Antrag fordert auf dem Bundesparteitag im Mai eine Neuwahl des Bundesvorstands. Dürr rief die Mitglieder dazu auf, die FDP als "radikale Alternative" zum politischen Establishment in Deutschland zu präsentieren.
Mit ihren Bildungsplänen setzt die FDP einen deutlichen Kurswechsel für die Schulen des Landes. Sollten die Reformen umgesetzt werden, würde sich der Unterricht sowie die Leistungsbewertung von Schülerinnen und Schülern grundlegend ändern. Angesichts der aktuellen Umfragewerte, die der Partei den Einzug in den Landtag erschweren, wird die Wahl zeigen, ob die Vorschläge auf Wählerzustimmung stoßen.






