26 April 2026, 16:16

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Straßenbahn fährt durch eine Stadtstraße mit hohen Gebäuden, Strommasten, Fußgängern, Bäumen und einem klaren Himmel.

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Die Deutsche Bahn hat zugesagt, die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai ein Jahr lang stabil zu halten. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Energiekrise die Transportkosten belastet. Doch Fahrgastverbände kritisieren den Schritt als unzureichend und überfällig.

Vorstandschefin Evelyn Palla kündigte die Preisfixierung als Reaktion auf die steigenden Energiepreise an. Sie betonte, dass die Maßnahme den Reisenden in unsicheren Zeiten Planungssicherheit bieten solle.

Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender der Fahrgastinitiative Pro Bahn, äußerte sich umgehend kritisch. Ein bloßer Verzicht auf Preiserhöhungen reiche nicht aus – besonders angesichts der anhaltenden Probleme im Service. Neuß argumentiert, dass Verspätungen und Zugausfälle so häufig seien, dass Fahrgäste mehr verdienten als nur stabile Preise.

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Er ging noch weiter und forderte tatsächliche Preissenkungen für einen festgelegten Zeitraum. Unter den aktuellen Bedingungen sei jede Erhöhung der Ticketpreise nicht zu rechtfertigen, so Neuß. Zudem wies er darauf hin, dass das dynamische Preissystem der Bahn weiterhin Schwankungen je nach Strecke und Nachfrage zulasse.

Die Preisgarantie gilt bis April 2025, doch Kritiker monieren, dass sie die grundsätzlichen Probleme nicht löst. Fahrgäste müssen weiterhin mit unzuverlässigen Verbindungen leben, während die Preise auf vielen Strecken unberechenbar bleiben. Die Diskussion über faire Tarife und Servicequalität wird voraussichtlich anhalten.

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