07 April 2026, 16:16

Collien Fernandes und Caren Miosga fordern härteres Vorgehen gegen digitale Gewalt

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon an einem Rednerpult, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes zur Verbots des Internets durch die Regierung.

Collien Fernandes und Caren Miosga fordern härteres Vorgehen gegen digitale Gewalt

Die Schauspielerinnen Collien Fernandes und die Journalistin Caren Miosga haben sich zu der wachsenden Bedrohung durch digitale Gewalt gegen Frauen geäußert. In einer aktuellen Diskussion wiesen beide darauf hin, wie gefälschte Profile, Deepfakes und nicht einvernehmlich verbreitete Inhalte gezielt eingesetzt werden, um Opfer zu schädigen. Sie forderten dringende Reformen, um rechtliche Lücken zu schließen und besseren Schutz zu gewährleisten.

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Fernandes berichtete, dass in ihrem Namen gefälschte Profile angelegt worden seien, die manipulierte Fotos, Videos und erfundene erotische Geschichten enthielten. Sie betonte, dass solche Angriffe keineswegs nur Prominente beträfen – jede Frau könne zum Ziel werden. Die Resonanz auf ihren Bericht im Spiegel war enorm: Zehntausende teilten eigene Erfahrungen und forderten Konsequenzen.

Miosga bezeichnete digitale Gewalt als systemisches Problem und verwies auf unklare Zuständigkeiten zwischen Tech-Plattformen, Strafverfolgungsbehörden und Justiz. Justizministerin Stefanie Hubig schloss sich dem Aufruf zu Reformen an und räumte ein, dass Opferschutz gestärkt werden müsse.

Fernandes schlug Lösungsansätze nach spanischem Vorbild vor, darunter klare gesetzliche Regelungen, verpflichtende Schulungen für Polizei und Richter:innen sowie Präventionsprogramme. Zudem forderte sie schärfere Strafen für Täter. Beide Frauen bestanden darauf, dass die Bekämpfung digitaler Gewalt politisches Handeln, öffentliche Aufklärung und sichtbare Solidarität erfordere.

Die Debatte machte deutlich: Digitale Gewalt ist ein weitverbreitetes Problem mit gravierenden Folgen für Betroffene. Die Forderungen nach Reformen konzentrieren sich nun auf die Schließung rechtlicher Lücken, eine bessere Durchsetzung von Gesetzen und wirksameren Schutz. Der Druck für Veränderungen umfasst dabei auch Lehren aus anderen Ländern und die Einforderung stärkerer öffentlicher Unterstützung.

Quelle