02 April 2026, 16:17

CDU-Politiker Bommert gerät wegen Wehrmacht-Video in die Kritik

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Stadtstraße in einer Demonstration, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Bögen, Säulen und Skulpturen.

CDU-Politiker Bommert gerät wegen Wehrmacht-Video in die Kritik

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, steht wegen der Verbreitung umstrittenen Inhalts im Netz in der Kritik. Der jüngste Vorfall betrifft ein Video mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern, das er auf Instagram gepostet hatte. Die Partei hat inzwischen Maßnahmen ergriffen, um die Angelegenheit zu klären.

Bereits Anfang dieses Jahres hatte Bommert mit einem WhatsApp-Status für Aufsehen gesorgt, in dem er schrieb, Gott "rufe nach Hause" – gemeint waren mehrere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter auch von ihm geschätzte Politiker. Die Äußerung löste Empörung aus, blieb damals jedoch ohne formale Konsequenzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In diesem Monat veröffentlichte er ein Video, das Uniformierte zeigt, die auf historischen Wehrmacht-Motorrädern fahren. Nach öffentlicher Kritik wurde der Clip kurz darauf gelöscht. Bommert lehnte zunächst eine Stellungnahme ab, räumte später jedoch ein, der Post sei ein Fehler gewesen. Daraufhin trat er als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.

Die CDU reagierte mit einer offiziellen Rüge. Eine weitere Enthebung von seinen Ämtern oder zusätzliche Sanktionen blieb die Partei jedoch schuldig. Fraktionschef Steeven Bretz verurteilte den Inhalt scharf und kündigte an, persönlich mit Bommert sprechen zu wollen. Die Fraktion bestätigte zudem eine interne Prüfung des Vorfalls.

Aus Unterlagen geht hervor, dass in den vergangenen fünf Jahren kein CDU-Politiker in Brandenburg wegen ähnlicher Kontroversen um historisch brisantes Material öffentlich sanktioniert wurde.

Bommerts Rücktritt vom Wirtschaftsausschuss ist die bisher direkteste Folge des Vorfalls. Die Rüge der CDU und die internen Gespräche deuten auf eine anhaltende Prüfung seines Verhaltens hin. Parteiführende betonten, dass derartige Inhalte künftig nicht toleriert werden.

Quelle