Bausektor verzeichnet moderaten Aufschwung – Wohnungsbau führt mit 8,9 % Wachstum
Greta KochBausektor verzeichnet moderaten Aufschwung – Wohnungsbau führt mit 8,9 % Wachstum
Im April verzeichnete der Bausektor einen moderaten Anstieg bei den Neuaufträgen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Nachfrage um 1,8 % – ein Zeichen für eine stabile Entwicklung. Verschiedene Teilbereiche trugen zu diesem Wachstum bei, wobei der Wohnungs- und Gewerbebau die Führung übernahmen.
Im Gewerbebau gab es einen leichten Aufschwung: Die Neuaufträge erhöhten sich um 2,6 %. Auch die Umsätze legten im April zu und lagen mit einem Plus von 6,8 % über dem Vorjahresniveau.
Besonders dynamisch entwickelte sich der Wohnungsbau. Hier stiegen die Umsätze um 7,1 %, während die Neuaufträge mit einem Zuwachs von 8,9 % noch stärker zulegten. Beide Kennziffern übertrafen die Werte des Vorjahres und bestätigen einen positiven Trend.
Auch der öffentliche Bau konnte zulegen: Die Umsätze kletterten im April um 5,3 %. Eine Schlüsselrolle spielte dabei der Tiefbau, der das Wachstum in allen drei Hauptsegmenten vorantrieb.
Kumuliert betrachtet blieben die Umsätze von Januar bis April jedoch auf dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig schnellen die Preise für Bitumen in die Höhe – im Mai 2026 kostete der Baustoff 31,2 % mehr als im Vorjahresmonat.
Zusammenfassend stiegen die Neuaufträge im Sektor um 1,8 % im Jahresvergleich. Sowohl im Wohnungs- als auch im Gewerbebau gab es deutliche Zuwächse bei Umsätzen und Aufträgen. Die steigenden Materialkosten, etwa für Bitumen, könnten sich jedoch auf die Projektkosten in Zukunft auswirken.
