Aumovio verkauft Rheinböller Werk an RHB-Industries mit 320 Mitarbeitern
Greta KochAumovio verkauft Rheinböller Werk an RHB-Industries mit 320 Mitarbeitern
Aumovio hat sich darauf verständigt, sein Werk in Rheinböllen an RHB-Industries zu verkaufen, ein neu gegründetes Unternehmen unter der Führung von Falkensteg. Mit dem Deal gehen sämtliche Betriebsaktivitäten sowie rund 320 Mitarbeiter auf den Käufer über; die Übernahme soll bis Mitte 2024 abgeschlossen sein.
Das Werk in Rheinböllen ist spezialisiert auf die Herstellung von Bremssätteln und elektrischen Feststellbremsen. Zudem entwickelt es autonome mobile Roboter – ein Bereich, den RHB-Industries durch die Suche nach einem strategischen Investor ausgliedern möchte.
Der Verkauf ist Teil von Aumovios umfassender Strategie zur Straffung des Produktionsnetzwerks. Durch die Konsolidierung der Standorte strebt das Unternehmen eine höhere Effizienz und eine bessere Marktpräsenz an. RHB-Industries hingegen plant, die Expertise des Werks im Bereich Bremssysteme auszubauen und neue Absatzmärkte zu erschließen.
Sowohl Aumovio als auch RHB-Industries haben während des gesamten Prozesses eng mit den Arbeitnehmervertretern zusammengearbeitet. Die Gespräche verliefen konstruktiv und sollen einen reibungslosen Übergang für die Belegschaft gewährleisten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und der üblichen Abschlussbedingungen.
Zudem beabsichtigt RHB-Industries, am Standort die Auftragsfertigung von Bremssystemen einzuführen. Dieser Schritt soll das Produktionsspektrum des Werks erweitern und seine Position in der Automobil-Zulieferkette stärken.
Mit der Übernahme wird RHB-Industries bis Mitte 2024 die volle Kontrolle über das Werk in Rheinböllen erhalten. Der Fokus auf Bremstechnologie und autonome Roboter bleibt bestehen, wobei der Robotik-Bereich möglicherweise unter einem neuen Investor weitergeführt wird. Alle 320 Mitarbeiter wechseln im Rahmen der Vereinbarung zum neuen Eigentümer.






