17 March 2026, 16:23

Augsburgs römisches Erbe kehrt zurück: 30 Millionen für neues Museum

Ein detaillierter Stadtplan von Augsburg aus einem alten Buch, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text zeigt.

Grüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs römisches Erbe kehrt zurück: 30 Millionen für neues Museum

Augsburg plant neues Römermuseum nach 30-Millionen-Zusage aus München

Augsburg treibt die Pläne für ein neues Römermuseum voran, nachdem die Stadt eine Finanzierungszusage über 30 Millionen Euro von München erhalten hat. Die einst bedeutende römische Siedlung nördlich der Alpen verfügt seit 2012 über kein eigenes Museum mehr. Das Projekt soll seltene Fundstücke präsentieren, darunter ein Mosaik aus dem 2. Jahrhundert und eine Glas-Schale aus dem 4. Jahrhundert mit der Darstellung von Adam und Eva.

Die vor über 2.000 Jahren von Kaiser Augustus gegründete Stadt war eine der wichtigsten römischen Städte der Region. Unter dem Namen Augusta Vindelicum beherbergte sie prächtige Gebäude mit Mosaiken, Wandmalereien und Fußbodenheizungen. Eines der spektakulärsten Funde – ein Mosaik aus dem 2./3. Jahrhundert – wurde 1986/87 bei Ausgrabungen in der Nähe des Forums entdeckt. Nach seiner Restaurierung soll es nun zum Mittelpunkt des geplanten Museums werden.

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Die neue Einrichtung entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses in der Karmelitengasse, einem staatlichen Grundstück. Die bayerische Landesregierung übernimmt die Hälfte der 60 Millionen Euro teuren Baukosten, während die Archäologische Staatsammlung München eine zentrale Rolle spielt. Das Museum wird eng mit der Landesausstellung Römisches Bayern verknüpft, die die antike Geschichte der Region beleuchtet.

Das letzte Römermuseum Augsburgs musste 2012 wegen baulicher Mängel schließen, seitdem lagerten die Fundstücke über ein Jahrzehnt lang in Depots. Bei Zustimmung des Stadtrats könnte das neue Museum 2033 seine Türen öffnen.

Das 60-Millionen-Projekt wird das römische Erbe Augsburgs wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen. Seltene Stücke wie das restaurierte Mosaik und die Adam-und-Eva-Glasschale erhalten endlich eine dauerhafte Heimat. Die Fertigstellung hängt von den finalen Genehmigungen ab – die Stadt strebt eine Eröffnung im Jahr 2033 an.

Quelle