16 April 2026, 16:18

Apotheker zahlen höhere Kammbeiträge – doch nicht überall gleich viel

Plakat mit der Überschrift "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, das Informationen zur Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Regierung enthält.

Apotheker zahlen höhere Kammbeiträge – doch nicht überall gleich viel

Apotheker in mehreren deutschen Bundesländern müssen künftig höhere Mitgliedsbeiträge zahlen. Die Änderungen folgen auf rechtliche Anpassungen und finanzielle Neuausrichtungen der Landesapothekerkammern. In einigen Regionen wurden zudem die Leistungen der Mitgliedschaftspakete überarbeitet.

In Berlin steigt der Jahresbeitrag für angestellte Apotheker auf 294 Euro – eine Erhöhung um 100 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Apothekerkammer Sachsen hat die Beiträge für angestellte Mitglieder von 152 auf 228 Euro angehoben. Um die finanzielle Belastung abzufedern, halbierte die Kammer die Gebühren für das laufende Jahr und will so übermäßige Rücklagen abbauen. Der niedrigste Quartalsbeitrag für freiwillige Mitglieder bleibt bei 40 Euro.

Niedersachsen hält seine Beiträge stabil, strich jedoch die Pharmazeutische Zeitung (PZ) aus den Mitgliedschaftsleistungen. In Hessen führt eine neue Regelung dazu, dass die Kammer nun auch von Rentnern und nicht berufstätigen Apothekern mit Erstwohnsitz im Land Beiträge erhebt. Dies geht auf eine Änderung des Landesheilberufegesetzes zurück, die die Pflichtmitgliedschaft ausweitet. In der Folge muss die Landesapothekerkammer Hessen (LAK) ihre Gebührenordnung anpassen und alle betroffenen Apotheker identifizieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Änderungen werden den Verwaltungsaufwand für die Kammern erhöhen, da sie die erweiterte Mitgliederliste verwalten müssen.

Die Beitragsanpassungen spiegeln sowohl finanzpolitische Strategien als auch rechtliche Aktualisierungen in den verschiedenen Bundesländern wider. Während Apotheker in Berlin und Sachsen deutlich mehr zahlen müssen, bereitet sich die hessische Kammer auf eine größere Mitgliederbasis vor. Die Umstellungen werden auch die Dienstleistungen und Verwaltungsprozesse im kommenden Jahr beeinflussen.

Quelle