13 March 2026, 02:16

Apotheken kämpfen mit Verlusten bei pharmazeutischen Dienstleistungen trotz wachsender Nachfrage

Der Eingang einer Apotheke mit einem Schild, auf dem "Apotheke" steht, auf der linken Seite, einer Tafel mit Text auf der rechten Seite und beleuchteten Lampen auf dem Dach.

Apotheken kämpfen mit Verlusten bei pharmazeutischen Dienstleistungen trotz wachsender Nachfrage

Deutsche Apotheken kämpfen um die wirtschaftliche Tragfähigkeit pharmazeutischer Dienstleistungen (pDL) – trotz wachsender Nachfrage

Eine neue Studie der Freien Apothekerschaft zeigt: Viele dieser Leistungen decken ihre Kosten nicht, sodass Apotheken Verluste machen. Branchenvertreter fordern nun dringend Reformen, um die Zukunft der Dienstleistungen zu sichern.

Das pDL-Programm, 2012 eingeführt, verzeichnet zwar einen stetigen Anstieg der von Apotheken in ganz Deutschland angebotenen Leistungen. Im Laufe der Jahre wurden weitere Kategorien hinzugefügt, die Teilnahme stieg. Doch trotz höherer Abrechnungssätze bleibt die Rentabilität für viele ein ungelöstes Problem.

Wie die aktuelle Untersuchung belegt, schreiben mehr als die Hälfte aller Apotheken bei Risikobewertungen für Bluthochdruck rote Zahlen – nur ein Drittel arbeitet kostendeckend. Die Freie Apothekerschaft nennt zu niedrige Vergütungen als zentrales Problem, die oft nicht einmal die tatsächlichen Kosten decken. Hinzu kommen Personalmangel, hoher Verwaltungsaufwand, räumliche Engpässe und Spannungen mit anderen Gesundheitsberufen.

Gleichzeitig bleiben 537 Millionen Euro, die für pDL-Leistungen vorgesehen sind, ungenutzt – die Nachfrage ist zu gering. Der Deutsche Apothekerverband warnt, dass eine Umwidmung dieser Mittel in die allgemeine Apothekenfinanzierung die Programmstruktur schwächen könnte. Ohne Gegensteuerung, so die Argumentation, seien flächendeckende und langfristige pDL-Angebote nicht haltbar.

Die Studie macht deutlich: Die aktuellen Finanzierungsmodelle reichen nicht aus, um pharmazeutische Dienstleistungen wirksam zu unterstützen. Die Politik steht unter Druck, die Vergütungssätze anzupassen und betriebliche Hürden abzubauen. Ohne diese Änderungen droht die Ausweitung der Leistungen in Deutschland ins Stocken zu geraten.

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