Amanda Knox löst mit Werbetour und Letby-Brief neuen Eklat aus
Amanda Knox hat nach einer Werbereise nach London erneut Kritik von der Familie von Meredith Kercher geerntet. Die Kerchers werfen ihr vor, das Andenken an ihre Tochter für persönlichen Gewinn auszunutzen. Unterdessen äußerte Knox öffentlich ihre Unterstützung für die verurteilte Krankenschwester Lucy Letby während einer aktuellen Fragerunde.
Knox nahm an einer Veranstaltung in London teil, um ihren Dokumentarfilm Mouth Of The Wolf sowie ihr Buch Frei zu bewerben, in dem sie ihr Leben nach der Haft schildert. Bei einer anschließenden Diskussion wurde sie emotional, als sie über den Mord an Kercher und ihren späteren Freispruch sprach. Zudem erklärte sie, dass Verurteilungen selbst dann fragwürdig sein könnten, wenn die Unschuld nicht zweifelsfrei bewiesen sei.
Bei derselben Veranstaltung gab eine Zuschauerin bekannt, dass Knox einen Brief sowie ein Exemplar von Frei an Lucy Letby geschickt habe, die wegen der Tötung von Babys inhaftierte Krankenschwester. Knox soll Letby darin aufgefordert haben, "an der Hoffnung festzuhalten". Auch an Letbys Eltern sandte sie einen Brief und ihre Autobiografie.
Die Familie Kercher reagierte empört auf Knox' Werbetour. Ihr Anwalt, Francesco Maresca, warf ihr vor, sie "nutze zum x-ten Mal" das Andenken an Meredith aus, um sich zu bereichern. Die Familie erklärte, sie sei "sprachlos" und forderte: "Es reicht."
Knox' Handlungen haben die Spannungen mit den Kerchers erneut verschärft, die ihre Medienauftritte als ausbeuterisch empfinden. Ihre Unterstützung für Letby, verbunden mit der Veröffentlichung ihres Buches und des Dokumentarfilms, lenkt weitere Aufmerksamkeit auf ihr Leben nach dem Freispruch. Die Frustration der Familie Kercher bleibt ungelöst.






