03 May 2026, 16:17

70 Millionen Produktlöschungen: Warum gefährliche Artikel noch immer durchrutschen

Offenes Buch mit der Aufschrift "Europas Warnung oder gute Nachricht für Großbritannien" auf seinen Seiten.

70 Millionen Produktlöschungen: Warum gefährliche Artikel noch immer durchrutschen

Deutschlands größte Online-Shopping-Plattformen löschten im November 2025 fast 70 Millionen Produktangebote. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat nun die Daten hinter diesen Löschungen analysiert. Die Ergebnisse zeigen gravierende Lücken bei der Handhabung gefährlicher Artikel, bevor sie bei Kundinnen und Kunden ankommen.

Der VZBV wertete Aufzeichnungen aus der EU-Datenbank für Produktentfernungen durch Online-Marktplätze aus. Die Auswertung ergab, dass 30 Millionen der gelöschten Angebote als „unsicher“ oder „verboten“ nach EU-Vorschriften eingestuft wurden. Dennoch gelangen viele gefährliche Produkte weiterhin in den Handel – Grund dafür ist die mangelhafte Abstimmung zwischen der Datenbank und den Plattformen.

Aktuell werden Angebote oft erst nach einer Meldung gesperrt. Der VZBV fordert ein strengeres Vorgehen: Unsichere Produkte sollen bereits vor ihrer Veröffentlichung blockiert werden. Ohne bessere Koordination warnt der Verband, dass schädliche Waren weiterhin Verbraucher:innen erreichen werden.

Laut dem Bericht stellten nahezu die Hälfte der entfernten Angebote ein klares Risiko dar. Mit der Forderung nach Vorab-Prüfungen vor der Freischaltung will der VZBV die Schlupflöcher schließen, durch die verbotene Artikel online bleiben. Wird der Vorschlag umgesetzt, müssten Plattformen künftig sicherstellen, dass Produkte vor ihrem Erscheinen mit den EU-Sicherheitsstandards übereinstimmen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle