1&1-Netz erreicht Meilenstein: Über 2.000 Standorte und 25 Prozent Abdeckung
Hannah Brandt1&1-Netz erreicht Meilenstein: Über 2.000 Standorte und 25 Prozent Abdeckung
Das vierte Mobilfunknetz Deutschlands, betrieben von 1&1, hat nun einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das Unternehmen nahm seinen Dienst am 8. Dezember 2023 auf und hat seitdem über 2.000 Standorte in Betrieb genommen. Trotz eines zögerlichen Starts deckt das Netz mittlerweile mehr als ein Viertel aller deutschen Haushalte ab.
1&1 hatte zwar bereits 2019 Frequenzlizenzen ersteigert, musste jedoch mit frühen Rückschlägen kämpfen. Lieferkettenprobleme bei Partnern bremsten den Ausbau, sodass Anfang 2023 erst fünf Standorte aktiv waren – weit unter dem Ziel der Regulierungsbehörde von 1.000. Seither hat das Unternehmen die Expansion beschleunigt und im Jahr 2023 vierteljährlich etwa 300 neue Standorte hinzugefügt. Bei anhaltendem Tempo rechnet 1&1 damit, bis Ende 2024 auf 2.400 Mobilfunkmasten zu kommen.
Das Netz bleibt damit deutlich kleiner als die der drei großen deutschen Anbieter, die jeweils Zehntausende Standorte betreiben. Um Versorgungslücken zu schließen, wechseln 1&1-Kunden automatisch in das Netz von Vodafone, sobald nötig – 1&1 zahlt dafür nutzungsabhängige Gebühren. Langfristig strebt das Unternehmen an, bis 2030 mehr als 50 Prozent der Haushalte zu erreichen.
Unternehmenschef Ralph Dommermuth wies Spekulationen über einen Verkauf an Telefónica zurück. Er betonte, 1&1 habe keine Pläne, den Markt zu verlassen, und werde den Ausbau eigenständig fortsetzen.
Derzeit versorgt das Mobilfunknetz von 1&1 über 25 Prozent der deutschen Haushalte, mit weiteren Wachstumsplänen. Der Fokus liegt darauf, das Ausbauziel für 2030 zu erreichen und die aktuelle Geschwindigkeit beizubehalten. Bis dahin greifen Kunden in Gebieten mit schwachem 1&1-Empfang weiterhin auf das Backup-Netz von Vodafone zurück.






