Zell an der Mosel erhält 760.000 Euro für digitales Tourismusprojekt NOIAR
Anna SchmittZell an der Mosel erhält 760.000 Euro für digitales Tourismusprojekt NOIAR
Die Stadt Zell an der Mosel erhält einen bedeutenden Fördermittelzufluss für ein innovatives Tourismusprojekt. Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, überreichte einen Bewilligungsbescheid über rund 760.000 Euro für NOIAR – Auf Expedition mit der Zeller Schwarzen Katz. Das Vorhaben verbindet Tradition mit moderner Technologie, um mehr Besucher in die Region zu locken.
Das NOIAR-Projekt ist Teil der übergeordneten Tourismusstrategie von Rheinland-Pfalz, die nachhaltigen und erlebnisorientierten Reiseverkehr fördert. Es wurde als eines von zehn landesweiten "Leuchtturmprojekten" in der Kategorie Tourismus 4.0 ausgewählt und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Zeitraum 2021–2027 unterstützt. Die gesamten förderfähigen Kosten des Projekts belaufen sich auf etwa 900.000 Euro, wobei die Finanzierung sowohl aus EFRE-Mitteln als auch aus Landesmitteln stammt.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen zwei Hauptkomponenten: Zum einen entsteht im historischen Rathaus ein interaktives Weinerlebniszentrum. Zum anderen wird eine digitale Stadtführung mit Augmented-Reality-Elementen entwickelt, die Besucher in die Geschichte und Kultur Zells eintauchen lässt. Ein digitaler Begleiter – die Zeller Schwarze Katz – führt die Nutzer durch die Stadt und bietet eine neue Perspektive auf das kulturelle Erbe.
Lokale Verantwortliche erhoffen sich, dass das Projekt Touristen dazu animiert, mehr Zeit in Zell zu verbringen und damit kleine und mittlere Unternehmen zu stärken. Indem Besucher in das Stadtzentrum gelockt und ihre Aufenthalte verlängert werden, soll die Initiative die lokale Wirtschaft beleben und nachhaltiges Wachstum im ländlichen Raum fördern.
Die Bewilligung der Fördergelder markiert einen wichtigen Schritt in Zells Bestrebungen, den Tourismussektor zu modernisieren. Mit der Umsetzung des NOIAR-Projekts rechnet die Stadt mit einer gesteigerten Besucherbindung und wirtschaftlichen Vorteilen für lokale Betriebe. Die Kombination aus digitaler Innovation und kultureller Erzählkunst könnte dabei zum Vorbild für ähnliche Projekte in der gesamten Region werden.






